NASA-Administrator Bill Nelson hat seine Ansichten zur Verzögerung bei der Rückkehr der Astronauten Butch Wilmore und Suni Williams von der Internationalen Raumstation (ISS) durch Boeings „Starliner“ geäußert. In seinen Ausführungen sagte Nelson, er schätze das Team der NASA, das sich für die sichere Rückkehr der Besatzung einsetze.
Er betonte, dass die Sicherheit der Besatzung bei der Rückkehr der Besatzung für die NASA oberste Priorität habe und fügte hinzu, dass sie einen sinnvollen Beitrag zu den wissenschaftlichen Aktivitäten auf der Raumstation leiste.
Kommerzielle Crewmanager von Boeing und der NASA waren gestern bei der Pressekonferenz der National Aeronautics and Space Administration (NASA) nicht anwesend. Ihre Teams sind für die Analyse der Daten von „Starliner“ verantwortlich, um sicherzustellen, dass das Raumschiff in der Lage ist, Besatzungsmitglieder zur Erde zurückzubringen. Während der Telefonkonferenz gaben Beamte der Agentur jedoch bekannt, dass die nächste Überprüfung, die letztendlich über das Schicksal der Besatzung entscheiden wird, nächste Woche stattfinden wird, da die NASA den Betrieb auf der Raumstation sorgfältig planen muss.
Nach dem Anruf äußerte Nelson öffentlich seine Gedanken zur Verzögerung des „Starliner“ auf X, sein erster öffentlicher Kommentar seit Bestätigung der Angelegenheit. Er dankte dem NASA-Team, das für die Flugtests der Boeing-Besatzung verantwortlich war, und drückte seine Wertschätzung für die Arbeit von Wilmore und Williams auf der Internationalen Raumstation aus. „Butch und Suny machen sich auf der Internationalen Raumstation großartig und setzen ihre wichtigen Missionen mit der Besatzung der Expedition 71 fort“, sagte Nelson.
Neben Wilmore und Williams sind auch die NASA-Astronauten Janet Epps, Tracy Dyson, Don Pettit, Matthew Dominic und Mike Barratt Astronauten, die derzeit auf der Internationalen Raumstation leben. Zu den Arbeiten, die Boeing-Astronauten bisher im Weltraum durchgeführt haben, gehören unter anderem die Durchführung von Nieren- und Blasensteinscans, die Reparatur des Trainingsgeräts der Raumstation, Arbeiten am Wassersystem der Internationalen Raumstation und die Inspektion des Cygnus-Frachtschiffs von Northrop Grumman nach dem Andocken an die Internationale Raumstation.
Nelson betonte außerdem, dass die Sicherheit von Wilmore und Williams das Hauptanliegen der NASA bei der Entscheidung über ihre Rückkehr sei. Er sagte außerdem: „Die NASA prüft alle Optionen, um die sichere Rückkehr von Butch und Suni zu gewährleisten. Derzeit versucht die Raumfahrtbehörde, so viel Zeit wie möglich zu gewinnen, um eine klare Entscheidung darüber zu treffen, ob „Starliner“ mit oder ohne Besatzung von der Internationalen Raumstation abgekoppelt werden soll.“
Laut Ken Bowersox, stellvertretender Administrator für Weltraumoperationen, wird die NASA bereits am kommenden Wochenende eine Flugbereitschaftsprüfung durchführen, um die Entscheidung zu treffen. Die NASA ist außerdem bestrebt, den kontinuierlichen Zugang zum Weltraum über Starliner sicherzustellen, und eine mögliche unbemannte Rückkehr schließt das Raumschiff möglicherweise nicht von künftigen bemannten Missionen zur Internationalen Raumstation aus.