Bekannte Gehirnwellen werden seit langem in der klinischen Medizin eingesetzt, beispielsweise zur Untersuchung von Problemen wie Epilepsie und Schlafstörungen. Die japanische Zeitung „Yomiuri Shimbun“ veröffentlichte kürzlich einen Artikel, in dem es heißt, dass die Kombination von Gehirnwellenüberwachung mit modernster Informationstechnologie und künstlicher Intelligenz dazu beitragen kann, die psychologischen Zustände und Absichten von Menschen zu „entschlüsseln“.
Eine Firma namens „ARAYA“ in Tokio, Japan, hat ein solches System entwickelt: Der Kopf des Testers ist mit einem elektronischen Gerät verbunden und blickt auf den Computerbildschirm, und der Text im Computer hat verschiedene Farben. Der Tester wiederholte in Gedanken nur „grün, grün“ und schon wurde die grüne Kopie per E-Mail verschickt.
Shuntaro Sasai, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Unternehmens, sagte, es seien die Gehirnwellen der Testperson gewesen, die die Anweisungen gegeben hätten. Obwohl es Berichten zufolge immer noch Schwierigkeiten mit der Genauigkeit gibt, kann künstliche Intelligenz Gehirnwellendaten analysieren, um festzustellen, welche Farbe ein Mann gewählt hat. Es besteht die Hoffnung, dass in Zukunft eine „Telepathietechnologie entwickelt werden kann, die ohne Sprechen kommunizieren kann“.
Gehirnwellen sind wellenförmige elektrische Signale, die ausgesendet werden, wenn das Gehirn aktiv ist. Zuvor waren die Gehirnwelleninformationen, die Menschen erfassen konnten, aufgrund von Einschränkungen wie der Schädelabdeckung begrenzt. Durch den effektiven Einsatz künstlicher Intelligenz, die große Datenmengen lesen kann, ist es in den letzten Jahren möglich geworden, erfasste Gehirnwellendaten in kurzer Zeit zu analysieren. Mingyuan Chong, Experte für Gehirnwellenforschung und Professor für Systemneurowissenschaften an der Tohoku-Universität in Japan, erklärte, dass Fortschritte in der Informationsverarbeitungs- und Analysetechnologie es möglich gemacht haben, verschiedene in Gehirnwellen verborgene Informationen zu finden.
Forscher hoffen, dass Gehirnwelleninformationen Patienten mit Hirninfarkt und amyotropher Lateralsklerose (allgemein bekannt als „ALS“) helfen können.