Wir haben einen Blick darauf geworfen, wie eine Fusion aus Hubschraubern und Jets aussehen könnte, nachdem Bell ein neues Bild veröffentlicht hat. Dies ist das Modell, das Bell bei Windkanaltests im Rahmen des Speed ​​and Runway Independent Technology (SPRINT)-Programms der DARPA verwendet.

Drehflügler wie Hubschrauber haben den Vorteil, dass sie in unebenem Gelände senkrecht starten und landen können, ihre Geschwindigkeit ist jedoch nicht sehr hoch. Jets sind schnell, benötigen aber Landebahnen, selbst Jets vom Typ STOVL benötigen eine ausreichend ebene Oberfläche zum Landen. Lange Zeit wurde angenommen, dass es sich hierbei um zwei unterschiedliche Flugzeugklassen ohne große Überschneidungen handelt.

Bis die US-amerikanische Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) das SPRINT-Programm startete, das darauf abzielte, die beiden Flugzeugklassen zusammenzuführen. Ein Flugzeug, das wie ein Tragschrauber starten, landen und schweben und sich dann im Vertikalflug in einen Jet verwandeln kann.

Bell ist einer der Hauptkonkurrenten in diesem Rennen, mit einem X-Flugzeug, das ein bisschen wie Bells V-22 Osprey aussieht und über versteckte Funktionen verfügt, die in Transformers-Spielzeugen zu finden sind. Nach dem Start kippt das X-Plane die Rotorgondeln für den Horizontalflug nach vorne und arretiert sie, sobald die Triebwerke übernehmen. An diesem Punkt werden die Rotorblätter zu einer Belastung und erzeugen nur noch Luftwiderstand. Um dies zu verhindern, wurden die Rotoren so konstruiert, dass sie sich in die Gondel zurückklappen ließen.

Künstlerisches Konzept des neuen X-Flugzeugs im Flug

Die Idee wurde 2023 am Holloman High Speed ​​​​Test Site (HHSTT) in New Mexico getestet, wo ein technischer Prototyp der Stopp-/Faltrotorbaugruppe fotografiert wurde, um seine Faltfähigkeiten unter simulierten Flugbedingungen zu testen. Jetzt ist das National Institute for Aeronautics Research (NIAR) der Wichita State University noch einen Schritt weiter gegangen und hat Windkanaltests abgeschlossen.

Zusätzlich zu den gesammelten technischen Daten gaben uns die Tests auch einen ersten Einblick in das Aussehen des X-Plane, das wir bisher nur in künstlerischen Darstellungen gesehen hatten. Das Testmodell zeigt einen stromlinienförmigen Rumpf, dünne Flügel und ein V-förmiges Heck, während auf der Gondel hinter der aerodynamischen Verkleidung Faltrotoren sichtbar sind.

Laut Bell wird es sich bei der Fertigstellung des Technologiedemonstrators um ein steuerbares Flugzeug mit einer erwarteten Unterschall-Reisegeschwindigkeit von 450 Knoten (518 mph, 833 km/h), einer Reichweite von 200 Seemeilen (230 Meilen, 370 Kilometer) und einer Höhe von bis zu 30.000 Fuß (9.100 Metern) handeln. Darüber hinaus kann es eine Nutzlast von bis zu 5.000 Pfund (2.300 Kilogramm) in einer Kabine transportieren, die groß genug ist, um ein kleines Flugzeug aufzunehmen. Die Hoffnung besteht darin, den Spezialkräften mehr Geschwindigkeit, Reichweite, Überlebensfähigkeit und Mobilität zu verleihen, insbesondere im Indopazifik-Gebiet.

„Nachdem wir letztes Jahr die Übergangstests von Faltrotoren auf der Holloman Air Force Base abgeschlossen haben, freuen wir uns, nun die nächste Testphase abgeschlossen zu haben“, sagte Jason Hurst, Executive Vice President of Engineering bei Bell. „Bells fortschrittliche Stop/Fold-Systemfamilie wird die Geschwindigkeit, Reichweite und Überlebensfähigkeit von Vertikalauftriebsflugzeugen revolutionieren und es ihnen ermöglichen, Missionen in schwierigen Umgebungen durchzuführen. Wir freuen uns, mit dieser bahnbrechenden Technologie Teil eines weiteren Meilensteins in der Luftfahrt zu sein.“