Die mexikanische Regierung wird im Januar eine neue „mobile Notfall-App“ auf den Markt bringen, um mexikanischen Bürgern zu helfen, die Ziel des „Massenabschiebungsplans“ des gewählten Präsidenten Trump sind. Donald Trump gewann die US-Präsidentschaftswahl im November und wird am 20. Januar 2025 sein Amt antreten, mit dem Ziel, hohe Zölle zu erheben und illegale Einwanderer abzuschieben.

Die Länder reagieren unterschiedlich auf Trumps Plan. Beispielsweise forderte der philippinische Botschafter in den Vereinigten Staaten undokumentierte Filipinos nur drei Tage nach der Wahl auf, nach Hause zurückzukehren. Mexiko ist noch einen Schritt weiter gegangen und hat eine Notfallbenachrichtigungs-App eingeführt.

Mit dieser App können Benutzer Familienmitglieder auflisten, die im Falle einer Abschiebung benachrichtigt werden sollen, und sie sendet Benachrichtigungen an das nächstgelegene Konsulat des Benutzers und das mexikanische Außenministerium. Da der Kontakt nach der Inhaftierung schwieriger ist, ist die App von entscheidender Bedeutung, um Familienmitglieder auf dem Laufenden zu halten und bei Bedarf Unterstützung von der mexikanischen Regierung zu erhalten.

Der mexikanische Außenminister Juan Ramón de la Fuente kündigte die neue App an. Zusätzlich zum Start der App erwähnte er, dass Mexiko in seinen 53 US-Konsulaten ein „Know Your Rights“-Programm durchführt, um Mexikaner zu unterstützen, insbesondere diejenigen, denen eine Abschiebung droht. Er sagte, Mexikaner sollten sich beim Konsulat registrieren lassen, um bessere Unterstützung zu erhalten, wenn sie Hilfe benötigen, und 329 Rechtsvertreter seien in Bereitschaft.

Der Ankündigung zufolge gibt es in den Vereinigten Staaten 38,4 Millionen Mexikaner, 11,5 Millionen davon sind Einwanderer der ersten Generation. Davon sind 4,8 Millionen Einwanderer ohne Papiere und 26,9 Millionen gehören der zweiten Generation oder deren Nachkommen an. Der Bericht zitierte auch US-Daten, denen zufolge undokumentierte Mexikaner vor zwei Jahren 42,6 Milliarden US-Dollar an Steuern gezahlt hatten.