Südkoreanische Regierungsstellen sagten am 10., dass das Land in naher Zukunft die Mindestalterstandards für ältere Menschen erörtern werde, um Probleme im Zusammenhang mit der Alterung der Bevölkerung anzugehen. Medienberichten zufolge beabsichtigt die südkoreanische Regierung, das Mindestalter für ältere Menschen auf 70 Jahre anzuheben.Dieser Vorschlag wurde vom südkoreanischen Ministerium für Gesundheit und Soziales vorgeschlagen und dem amtierenden Präsidenten Choi Sang-mok mitgeteilt.


Am 16. November 2020 lernten ältere Menschen in einem Seniorenhilfe- und Kulturzentrum in Yangcheon-gu, Seoul, Südkorea, wie sie mit dem digitalen Lehrroboter „LIKU“ die Smartphone-Nutzungsfähigkeiten erlernen können. Foto von Wang Jingqiang, Reporter der Nachrichtenagentur Xinhua

Derzeit liegt das Mindestalter für ältere Menschen in Südkorea bei 65 Jahren. Das Ministerium für Gesundheit und Soziales sagte, es werde die Definition älterer Menschen diskutieren und plant, die Schwelle auf 70 Jahre anzuheben. Gleichzeitig wird die Abteilung Expertenmeinungen anhören, Pläne für einen späteren Ruhestand diskutieren und Anpassungen bei damit verbundenen Vorzugsmaßnahmen wie öffentlichen Verkehrsmitteln für ältere Menschen vornehmen.

Darüber hinaus plant das Ministerium für Gesundheit und Soziales, die Reform des Rentensystems als Reaktion auf die alternde Bevölkerung abzuschließen. Beamte des Ministeriums sagten, das derzeitige Rentensystem sei „unhaltbar“ und wenn das System beibehalten werde, dürften Südkoreas Renten im Jahr 2041 in ein Defizit geraten und um 2050 aufgebraucht sein.

In den letzten Jahren hat sich die Alterung der koreanischen Gesellschaft beschleunigt. Im Dezember letzten Jahres erreichte die Zahl der über 65-Jährigen im Land 10,24 Millionen, was mehr als 20 % der Gesamtbevölkerung ausmacht, und ist damit in eine „Super-Alter-Gesellschaft“ eingetreten.

Im Oktober letzten Jahres schlug der Koreanische Seniorenverband vor, die Schwelle für Senioren schrittweise auf 75 Jahre anzuheben.