Die durch die politische Haltung verursachte Gegenreaktion weitet sich weiter aus. Kürzlich veröffentlichte der dänische Pensionsfonds Akademiker Pension auf seiner offiziellen Website eine Erklärung, in der er bekannt gab, dass Tesla offiziell auf die Investment-Schwarzliste gesetzt wurde, was bedeutet, dass weder der Fonds selbst noch die von ihm beauftragten externen Fondsmanager künftig Tesla-Aktien erwerben können.

Medienberichten zufolge verwaltet der Fonds derzeit ein Vermögen von mehr als 20 Milliarden US-Dollar und verkauft die restlichen 200 Tesla-Aktien, die er hält. Ein Sprecher des Fonds gab bekannt, dass der Spitzenwert der Tesla-Aktien in seinem Portfolio bis zu 300 Millionen dänische Kronen (etwa 45 Millionen US-Dollar) betrug.

Holst, CEO von Akademiker Pension, sprach über die Gründe für die „schwarze Liste“ und „Ausmusterung“ von Tesla und sagte, dass es drei Hauptfaktoren gebe: ① Teslas Widerstand gegen Gewerkschaften; ② Probleme in der Corporate-Governance-Struktur aufgedeckt, die Unabhängigkeit des Vorstands steht vor großen Herausforderungen; ③ Musk selbst sei „tief in die amerikanische und europäische Politik verwickelt“ und „verbreitet falsche Informationen“.

Letzteres birgt ein „erhebliches Risiko“ für die Rendite, sagte Holst. Holst fügte hinzu:

„Kurz gesagt, wir glauben, dass Musk die Marke und den Wert von (Tesla) zerstört.“

Politische Haltung und kontroverses Verhalten verursachen Marktbedenken

Tatsächlich betreffen Bedenken hinsichtlich Musk und Tesla nicht nur dänische Pensionsfonds. Da der Aktienkurs von Tesla weiter sinkt, verschlechtert sich die Marktstimmung weiter. Sogar Teslas „eingefleischte Fans“ geraten ins Wanken, und die Einzelhändler, die den Aktienkurs hauptsächlich stützen, zeigen Anzeichen für einen Rückzug aus dem Markt.

Analysten gehen davon aus, dass einer der Gründe für den Absturz der Tesla-Aktie in den rückläufigen Umsätzen liegt. In Deutschland brachen die Zulassungen von Tesla-Autos in den ersten zwei Monaten um 70 % ein, was auf Musks öffentliche Unterstützung rechtsextremer politischer Parteien zurückzuführen ist. Auch in den USA, Teslas größtem Markt, ist die Verbraucherpräferenz für Tesla deutlich zurückgegangen. Marktumfragedaten zeigen, dass seit der Übernahme von Twitter durch Musk (jetzt

Zusätzlich zu Faktoren wie dem Austausch von Fahrzeugmodellen zeichnet sich weltweit der Gegenreaktionseffekt ab, der durch Musks persönliche politische Haltung verursacht wird. Sein Lob für rechtsextreme Parteien, die Zusammenarbeit mit Trump und seine kontroversen Kommentare in den sozialen Medien haben dem Markenimage von Tesla schweren Schaden zugefügt und Boykotte und Proteste ausgelöst. Tesla-Geschäfte und -Autos wurden sogar Opfer von Vandalismus und Brandanschlägen.

Gleichzeitig machen sich die Anleger Sorgen darüber, ob Musk zu viel Energie verschwendet. Nach seiner Tätigkeit als Leiter des U.S. Department of Government Effectiveness (DOGE) widmete Musk offenbar mehr Energie den Regierungsangelegenheiten, was Bedenken hinsichtlich seiner Fähigkeit aufkommen ließ, andere Unternehmen wie Tesla zu leiten. Musk selbst gab in Interviews zu, dass es für ihn „sehr schwierig“ sei, mehrere Unternehmen zu leiten.

Aufgrund der Kombination mehrerer Faktoren haben Wall-Street-Analysten auch das Kursziel von Tesla gesenkt und Bedenken hinsichtlich der Zukunftsaussichten geäußert. Unter anderem senkte JP Morgan das Kursziel von Tesla von 135 US-Dollar auf 120 US-Dollar; Guggenheim senkte sein Kursziel von 175 US-Dollar auf 170 US-Dollar; UBS und andere Institutionen haben die Liefererwartungen von Tesla deutlich gesenkt.

Zum Zeitpunkt der Drucklegung lag der Aktienkurs von Tesla bei 249,98 US-Dollar, was einer fast „Halbierung“ gegenüber dem Höchststand von 488 US-Dollar im Dezember letzten Jahres entspricht.


Tesla, einst eine „Star-Aktie“, steht nun vor beispiellosen Herausforderungen. Der „Blacklisting“-Vorfall des dänischen Pensionsfonds hat Teslas missliche Lage zweifellos noch weiter verschärft.