Laut Bloomberg nimmt die Trump-Administration Anpassungen an einem Breitband-Subventionsprogramm in Höhe von 42 Milliarden US-Dollar vor, das Satelliten-Internetanbietern wie Starlink von Elon Musk zugute kommen soll. Einige Staats- und Bundesbeamte befürchten jedoch, dass die Satelliten-Internettechnologie der amerikanischen Bevölkerung keine zuverlässige Internetverbindung in großem Umfang und zu geringen Kosten bieten kann.


Starlink-TerminalZuvor hatte die Biden-Regierung den Broadband Equity and Access Deployment (BEAD)-Plan formuliert, in der Hoffnung, jeden amerikanischen Haushalt mit schnellen und zuverlässigen Internetdiensten für zu Hause zu versorgen. Der Plan setzt stark auf Glasfaserleitungen, deren Installation zwar teuer ist, aber jahrzehntelang halten kann. Nach Trumps Amtsantritt setzte sich Musk jedoch energisch dafür ein, dass die US-Regierung auf Satellitennetze umsteige, und gewann die Unterstützung der Republikaner, darunter Ted Cruz, Vorsitzender des Handelsausschusses des Senats.

Einige Staatsbeamte und ehemalige Bundesbeamte sprachen jedoch unter der Bedingung der Anonymität mit Bloomberg und enthüllten, dass es Probleme mit der neuen Politik des US-Handelsministers Lutnick zur Förderung von Satellitennetzen gibt. Während Satellitennetze zunächst günstig sind, werden sie auf lange Sicht teurer. Von einem Staatsbeamten geteilte interne Daten zeigen, dass der Satellitendienst die Verbraucher über einen Zeitraum von 30 Jahren 53 % mehr kosten wird und die Wartungskosten sich mehr als verdoppeln werden.

„Die Unterschiede zwischen diesen Technologien scheinen noch nicht klar verstanden zu sein, ebenso wenig wie die langfristigen Folgen der Wahl einer Technologie gegenüber einer anderen.“ Evan Feinman, der ehemalige Leiter von Breitbandprojekten während der Biden-Regierung. Er hat diesen Monat das Handelsministerium verlassen.

Laut einer von einem anonymen staatlichen Breitbandbeamten geteilten Analyse würden die Kosten für die Glasfaser-zu-Haus-Installation mindestens 1.500 US-Dollar pro Haushalt betragen. Diese Kosten können jedoch je nach Faktoren wie dem Standort des Bewohners und der Verfügbarkeit der umliegenden Infrastruktur erheblich variieren. Texas schätzt, dass die Installation von Glasfaser in jedem Haus etwa 10.000 US-Dollar kostet.

Im Vergleich dazu bietet Starlink ein Standard-Heimset für etwa 600 US-Dollar an, ein Preis, der schwanken kann. Der Analyse des Staates zufolge müssen die Satelliten von Starlink jedoch alle fünf Jahre ausgetauscht werden, was die langfristigen Kosten des Satellitendienstes erheblich erhöht. Die Analyse ergab außerdem, dass die Gesamtkosten für Glasfaserdienste für 250.000 Haushalte über einen Zeitraum von 30 Jahren etwa 4 Milliarden US-Dollar niedriger wären als für Satellitendienste, was einer Einsparung von 15.600 US-Dollar pro Haushalt entspräche.

Der Breitbandplan der US-Regierung, auf Satellitendienste umzusteigen, wird Starlink mehr Gewinn bringen. Das Wall Street Journal berichtete, dass Starlink im Rahmen des aktuellen BEAD-Plans voraussichtlich 4,1 Milliarden US-Dollar an Breitband-Subventionsmitteln erhalten wird. Wenn die Trump-Administration auf Satellitendienste umsteigt, könnte Starlink 10 bis 20 Milliarden US-Dollar an Subventionsmitteln erhalten.

Neben Starlink bieten auch Amazon und OneWeb Satelliten-Internetdienste an oder planen dies. Zum Zeitpunkt der Drucklegung haben sich SpaceX, Amazon und OneWeb hierzu nicht geäußert.