GoogleAnmeldenFür den Nest Learning-Thermostat der ersten Generation, der 2011 auf den Markt kam, und für das Produkt der zweiten Generation, das ein Jahr später auf den Markt kam, werden Software-Updates eingestellt. Die Entscheidung betrifft auch die europäische Version des 2014 eingeführten Nest Learning-Thermostats. „Sie können sie nicht mehr von Ihrem Telefon oder Google Assistant aus fernsteuern, aber Sie können die Temperatur weiterhin anpassen und Zeitplaneinstellungen direkt am Thermostat ändern“, schrieb das Unternehmen am Freitag in einem Blogbeitrag.

Die Frist für Software-Updates und allgemeinen Support für Google Home- und Nest-Apps endet am 25. Oktober.

Google hat zuvor erklärt, dass es keine Pläne hat, weitere Nest-Thermostate in Europa auf den Markt zu bringen. „Heizsysteme in Europa sind sehr einzigartig und erfordern unterschiedliche Hardware- und Softwareanforderungen, was es schwierig macht, Thermostate für verschiedene Häuser zu entwickeln“, sagte das Unternehmen. „Der Nest Learning Thermostat (3. Generation, 2015) und Nest Thermostat E (2018) werden in Europa weiterhin erhältlich sein, solange der Vorrat reicht.“

Der Verlust der Möglichkeit, diese intelligenten Thermostate über Ihr Telefon zu steuern, wird zweifellos für diejenigen enttäuschend sein, die bereits seit Jahren Nest-Hardware in ihren Häusern verwenden. Google bricht nicht seine Kernfunktionalität, aber mit dem Rückgang der Softwareunterstützung geht ein Großteil der Attraktivität und Bequemlichkeit verloren. Während frühere Nest Learning-Thermostate zumindest lokal ohne WLAN genutzt werden können, ist das beim neueren Modell nicht möglich. Aber die gute Nachricht für diejenigen, die kürzlich einen Nest-Thermostat gekauft haben, ist, dass Google sagt, dass Nutzer später in diesem Jahr erstmals in der Lage sein werden, über die Google Home-App „Pläne zu erstellen und anzupassen“.

    Da immer mehr Unternehmen Bildschirme in Smart-Home-Geräte einbauen, ist diese Obsoleszenz wirklich besorgniserregend. Sind 14 Jahre eine angemessene Lebensdauer für diese Geräte, bevor ihre Intelligenz langsam ausstirbt? Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass Google plant, diese Hardware als Open Source bereitzustellen.

    In einem offensichtlichen Versuch, den Ärger der Kunden zu unterdrücken, bietet Google in den USA einen Rabatt von 130 US-Dollar auf den Nest Learning Thermostat der vierten Generation, in Kanada einen Rabatt von 160 US-Dollar auf das gleiche Gerät und in Europa einen Rabatt von 50 % auf den Tado Smart Thermostat X an, da die Nest-Reihe eingestellt wird.

    Als der Nest-Thermostat erstmals auf den Markt kam, war das Unternehmen noch eine unabhängige Marke unter der Leitung des ehemaligen Apple-Managers Tony Fadell. Google hat Nest 2014 für 3,2 Milliarden US-Dollar übernommen.