Aurora-Verfolger auf der ganzen Welt erwarten sehnsüchtig die Ankunft eines ultraheißen Plasmaausbruchs, der als koronaler Massenauswurf (Coronal Mass Ejection, CME) bekannt ist. Am 29. November löste sich in einer starken Sonneneruption vom Typ M9.8 ein koronaler Massenauswurf auf, der schnell in Richtung Erde ausbrach und die Sonne verließ. Aber es ist nicht allein. Dieser schnelle Plasmaausbruch wird mit mehreren langsameren stromaufwärts gelegenen CMEs verschmelzen, die vor einem Tag (28. November) die Sonne verlassen haben, um einen „Kannibalen“-CME zu bilden, der wahrscheinlich einen starken geomagnetischen Sturm ähnlich dem am 5. November auslösen wird, der weltweit superstarke Polarlichter und STEVEs auslöste.

Geomagnetische Stürme sind große Mengen an Plasma und Magnetfeldern, die in Form von CMEs aus der Sonnenatmosphäre ausgestoßen werden und das Erdmagnetfeld stören.

Die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) prognostiziert, dass es, wenn der CME „Cannibal“ wie vorhergesagt zuschlägt, in einigen Gebieten der Erde zu starkem (G3) geomagnetischem Sturmwetter kommen wird und beeindruckende Polarlichter auftreten werden. Dieser extremste Pegel kann zu einem mehrstündigen vollständigen Ausfall des HF-Radios (Hochfrequenzradio) auf der gesamten Sonnenseite der Erde führen.

Eine Sturmuhr der National Oceanic and Atmospheric Administration zeigt die vorhergesagte Zeit für einen CME-Einschlag an. Die National Oceanic and Atmospheric Administration hat ihre geomagnetische Sturmüberwachung für den 1. Dezember auf G3 hochgestuft.

Der letzte G3-Sturm am 5. November sorgte auf der ganzen Welt für atemberaubende Polarlichter, Berichten zufolge tauchten Nordlichter sogar im Süden bis nach Griechenland und der Türkei auf.