In den letzten Jahren haben die Vereinigten Staaten die Reindustrialisierung vorangetrieben und „Made in America“-Richtlinien umgesetzt, die sich auf die Weltwirtschaft ausgewirkt haben. Allerdings ist es für Amerikaner nicht einfach, Fabriken zu betreten, um Schrauben anzutreiben. Motorola baute zuvor in den USA eine Mobiltelefonfabrik auf, musste diese jedoch ein Jahr später schließen.

Der frühere CEO von Motorola, Dennis Woodside, erinnerte kürzlich in einem Interview mit den Medien an die Schwierigkeiten bei der Rückkehr zur Fertigung in den USA. Das Unternehmen führte 2013 den Slogan „Made in the United States“ ein, in der Hoffnung, den US-Mobiltelefonmarkt von Samsung und Apple zurückzuerobern, und baute daher ein Mobiltelefon-Montagewerk in Texas, USA.
Diese Fabrik beschäftigte zu Spitzenzeiten mehr als 4.000 Mitarbeiter, brachte das Flaggschiff-Handy Moto X auf den Markt und unterstützte auch die Anpassung.Allerdings war die Marktleistung nicht so gut wie erwartet und das Unternehmen scheiterte weniger als ein Jahr nach seiner Gründung.
In Bezug auf die Probleme der US-amerikanischen Mobiltelefonfabriken erwähnte Dennis Woodside die vielfältigen Probleme, mit denen sie konfrontiert waren. Das erste war die Lieferkette. Damals war die Lieferkette für Mobiltelefone dezentralisiert. Batterien, Bildschirme, Motherboards und andere Komponenten befanden sich nicht in den Vereinigten Staaten. Sie mussten von asiatischen Komponentenherstellern eingekauft und zur Montage in die USA transportiert werden, was hohe Kosten verursachte.
Aber der größte Test sind nicht die Teile, sondern die Talentfrage, die bisher nicht berücksichtigt wurde. Von der Rekrutierung von Mitarbeitern über die Schulung von Mitarbeitern bis hin zur Mitarbeiterbindung ist es sehr schwierig.
Dennis Woodside erwähnte, dass Mobiltelefone aus Hunderten von Teilen bestehen und sehr klein sind. Sie hatten nicht damit gerechnet, dass die meisten Amerikaner an diese Art von Arbeit überhaupt nicht gewöhnt sind und eine Ausbildung benötigen, bevor sie arbeiten können.
Da amerikanische Arbeitnehmer jedoch so viele andere Möglichkeiten haben, wird es letztendlich schwierig, die richtigen Talente zu rekrutieren.Außerdem wollen die Amerikaner nicht in Fabriken arbeiten. Frühere US-Umfrageberichte haben schon lange gezeigt, dass die Amerikaner die Vorstellung, dass sie durch die Arbeit in Fabriken ein gutes Leben führen können, nicht akzeptieren.