Robert Kiyosaki, Autor des Finanz-Bestsellers „Rich Dad Poor Dad“, hat kürzlich mit seiner Kritik an der traditionellen Bildung eine hitzige Diskussion ausgelöst. Kiyosaki fordert die Menschen dazu auf, weithin akzeptierte Narrative über Bildung und beruflichen Erfolg zu überdenken. Kürzlich hat er einen Clip eines Videos, das er 2018 auf YouTube gepostet hatte, in den sozialen Medien mit der einprägsamen Überschrift retweetet: „Schulen lehren Menschen, Angestellte zu sein, Unternehmer denken anders.“
Kiyosaki stellt lang gehegte Ansichten über Finanzen und Bildung in Frage. Er glaubt, dass das Bildungssystem eher dazu dient, Menschen auf eine formelle Beschäftigung vorzubereiten, als unternehmerische Fähigkeiten zu entwickeln. Kiyosaki glaubt, dass dies ein erheblicher Nachteil für diejenigen ist, die Wohlstand und finanzielle Unabhängigkeit anstreben.
In dem Video spricht Kiyosaki offen über seine Schulzeit und verrät, dass er einmal „betrogen“ hat, indem er einen schlaueren Klassenkameraden kopiert hat. Er verglich die Ansichten seines „armen Vaters“ und seiner Lehrer, die dieses Verhalten als Betrug betrachteten, mit denen seines „reichen Vaters“, die dieses Verhalten als Kooperation betrachteten. Diese Geschichte veranschaulicht die unterschiedliche Einstellung der Menschen zu Bildung und Erfolg und zeigt grundlegende Unterschiede im Verständnis der Menschen von Lernen und Leistung auf.
Kiyosaki brachte auch einige Erkenntnisse aus Shawn Achors Buch „Big Potential“ ein, in dem Trends wie das sinkende Alter von Selbstmordopfern und die Zunahme von Depressionen bei jungen Menschen aufgedeckt wurden. Acker glaubt, dass diese besorgniserregenden Entwicklungen zum Teil mit der Art und Weise zusammenhängen, wie Bildung vermittelt wird, was darauf hindeutet, dass sie nicht nur die psychische Gesundheit beeinträchtigt, sondern auch den Weg zu wirtschaftlichem Wohlstand blockiert. Kiyosaki stimmt dieser Einschätzung zu und weist darauf hin, dass der Fokus der Bildung auf individuelle Leistungen, wie z. B. darauf, ein Überflieger zu sein, junge Menschen möglicherweise daran hindert, ihr größeres Potenzial in einer vernetzten Geschäftswelt auszuschöpfen.
„Ich habe herausgefunden, dass ich mich durch Betrug auf das Geschäft vorbereitet habe“, sagte Kiyosaki.
Diese Perspektive spiegelt seine Überzeugung wider, dass Fähigkeiten und Denkweisen, die in traditionellen Bildungsumgebungen entwickelt werden, möglicherweise nicht mit denen übereinstimmen, die für den unternehmerischen Erfolg erforderlich sind. Er glaubt, dass die Geschäftswelt Zusammenarbeit und praktischen Scharfsinn erfordert, Aspekte, die in den Standardlehrplänen der Schulen möglicherweise nicht ausreichend berücksichtigt werden.
Er betonte, dass sein „armer Vater“, obwohl er an die traditionelle Bildung als Weg zum Erfolg glaubte, oft mit finanziellen Problemen zu kämpfen hatte und mit seinem Job unzufrieden war. Im Gegensatz dazu war sein „reicher Vater“ erfolgreich, obwohl er keinen Hochschulabschluss hatte.
Kiyosaki lernte schon früh von seinem „reichen Vater“, dass es ein Missverständnis war, eine höhere Bildung als den einzigen Weg zum Erfolg zu betrachten. Er betonte, dass die Hochschulbildung oft nicht die finanziellen oder praktischen Fähigkeiten vermittelt, die für die Gründung eines Unternehmens erforderlich sind, und bezeichnete die Hochschulbildung als Betrug.
Diese Kritik erstreckt sich auch auf die finanzielle Belastung der Hochschulausbildung in den Vereinigten Staaten. Kiyosaki wies darauf hin, dass die steigenden Kosten für eine Hochschulausbildung und die steigende Verschuldung bei Studentendarlehen dazu führen könnten, dass Absolventen in unerreichbare Jobs geraten, nur um ihre Schulden zu begleichen. Diese Situation, so Kiyosaki, verstärkt einen Kreislauf, der mehr Mitarbeiter hervorbringt als unabhängige Denker oder Unternehmer.
Kiyosaki glaubt, dass das Schulsystem darauf ausgelegt ist, Arbeitskräfte und nicht Innovatoren hervorzubringen. Er ist davon überzeugt, dass Schulen die Einhaltung von Regeln und Konformität lehren und nicht dazu ermutigen, etablierte Systeme in Frage zu stellen oder Risiken einzugehen – Eigenschaften, die für den unternehmerischen Erfolg oft notwendig sind. Er schlug vor, dass Bildungsansätze flexibler sein und Kreativität und Finanzintelligenz fördern sollten, die in der heutigen dynamischen Wirtschaftslandschaft der Schlüssel zum Erfolg sind.