Die bekannte Website zur Reparatur elektronischer Produkte iFixit hat heute ein Demontagevideo des neuen iPad Pro mit M5-Chip veröffentlicht und darauf hingewiesen, dass das Produkt ein sogenanntes „Reparaturparadoxon“ aufweist. Obwohl Apple Anfang des Jahres mit der Bereitstellung von Selbstbedienungs-Reparaturteilen und offiziellen Reparaturhandbüchern für das iPad begonnen hat, bleibt das iPad Pro eines der am schwierigsten zu reparierenden Geräte von Apple. Betroffen von der Ausweitung der Selbstbedienungs-Reparaturrichtlinie bewertete iFixit das neueste iPad Pro mit einer vorläufigen Reparaturbewertung von 5 Punkten (von 10 Punkten), was höher ist als bei den Vorgängermodellen.

Diese Demontage zeigt, dass das iPad Pro der neuesten Generation bis auf das Upgrade auf den M5-Chip keine wesentlichen Änderungen in seiner internen Struktur aufweist. iFixit betonte, dass Teile und Reparaturanleitungen zwar über offizielle Kanäle erworben werden könnten, die Komplexität des eigentlichen Demontageprozesses jedoch nicht geringer geworden sei, insbesondere sei der Batteriewechsel immer noch sehr umständlich.
Das neue iPad Pro wurde letzte Woche offiziell vorgestellt und Apple wird voraussichtlich in den kommenden Monaten Selbstbedienungs-Reparaturteile für das Modell herausbringen. iFixit hat letzte Woche außerdem ein Demontagevideo der M5-Chip-Version des 14-Zoll-MacBook Pro veröffentlicht. Hinsichtlich der Reparaturschwierigkeiten weisen beide ähnliche Bedingungen auf.
Branchenanalysten sind davon überzeugt, dass die Self-Service-Reparaturrichtlinie von Apple einen gewissen Beitrag zur Verbesserung des Reparaturkomforts von Geräten geleistet hat. Hochintegrierte Geräte wie das iPad Pro stehen jedoch immer noch vor großen Herausforderungen, wenn es darum geht, das Reparaturerlebnis vollständig zu verbessern.