Laut Bloomberg hat US-Präsident Trump am 9. Dezember Nvidias Export seines H200-KI-Chips nach China genehmigt, unter der Bedingung, dass die US-Regierung einen Anteil von 25 % an den Verkäufen übernehmen kann. Der Schritt wäre ein großer Lobbysieg für Nvidia und könnte es dem Unternehmen ermöglichen, entgangenes Geschäft in Milliardenhöhe in China, einem wichtigen globalen Markt, zurückzugewinnen.

Jen-Hsun Huang
Trump gab die Entscheidung auf seinem Twitter-Account bekannt und beendete damit wochenlange Diskussionen mit Beratern darüber, ob der Export von H200-Chips nach China genehmigt werden sollte. Der Verkauf sei auf „zugelassene Kunden“ beschränkt und die US-Regierung werde eine Kürzung um 25 Prozent erhalten, fügte er hinzu. Andere Chiphersteller, darunter Intel und AMD, werden ebenfalls berechtigt sein, Lizenzen für den Verkauf von Chips nach China zu erhalten.
„Wir werden die nationale Sicherheit schützen, amerikanische Arbeitsplätze schaffen und Amerikas Führungsrolle in der KI behaupten“, sagte Trump in seinem Beitrag. „Nvidias US-Kunden setzen bereits seine hervorragenden, extrem fortschrittlichen Blackwell-Chips ein und werden bald Rubin-Chips einsetzen, die beide nicht in dieser Vereinbarung enthalten sind.“ Rubin ist Nvidias fortschrittlichere Chipserie.
Bevor Trump die Entscheidung bekannt gab, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person, dass die Genehmigung von Nvidias H200-Exporten nach China ein Kompromiss sei, der auf der Hopper-Architektur der vorherigen Generation basiert. Nvidia hat sich zuvor bei der Trump-Regierung dafür eingesetzt, seine fortschrittlicheren Blackwell-Chips an chinesische Kunden zu verkaufen.
Für Nvidia ist die Genehmigung zum Verkauf von H200-Chips an China ein Sieg in seinem Vorstoß für Trump und den Kongress, die Exportkontrollen zu lockern. Die Kontrollen haben Nvidia daran gehindert, seine KI-Chips an China, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, zu verkaufen. Seit der US-Wahl im November 2024 hat Huang eine enge Beziehung zu Trump aufgebaut und diese Beziehung genutzt, um seinen Standpunkt zu verdeutlichen: Exportkontrollen würden nur führenden lokalen chinesischen Unternehmen wie Huawei helfen.
Zum Zeitpunkt der Drucklegung haben sich weder das US-Handelsministerium noch Nvidia dazu geäußert.