Nex Computer mit Hauptsitz in Los Angeles kündigte die Einführung eines Smartphones namens NexPhone an. Dieses Gerät konzentriert sich auf „eine Maschine, mehrere Verwendungsmöglichkeiten“ und behauptet, Android, Linux Debian und Windows 11 (ARM-Version) auf derselben Hardware ausführen zu können. Es wird versucht, die „unvollendeten Ambitionen von Windows Phone“ wiederzugewinnen und dem mobilen Endgerät ein Bedienerlebnis näher am PC zu ermöglichen.

Emre Kosmaz, Gründer und CEO der Nex Company, sagte, dass die ursprüngliche Absicht von NexPhone darin bestehe, einem Mobiltelefon die Funktion als alltägliches Android-Gerät zu ermöglichen und es bei Bedarf in eine Linux-Maschine und einen Windows-PC zu verwandeln und so nahezu alle wichtigen Computerplattformen abzudecken. Technisch gesehen handelt es sich im Wesentlichen um ein Standard-Android-16-Telefon, aber mit der zusätzlichen Möglichkeit, Linux bei Bedarf auszuführen und Windows mit einem Dual-Boot zu starten.
Das Konzept von NexPhone lässt sich bis ins Jahr 2012 zurückverfolgen und das Nex-Team arbeitet seit 14 Jahren daran. Die neueste Version verfügt über ein „haltbareres“ solides Design. Zur Kernhardware gehören Qualcomm QCM6490 SoC, 12 GB Arbeitsspeicher und bis zu 256 GB Speicher. Es ist mit einem 6,58-Zoll-Display mit einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hz ausgestattet und unterstützt microSD-Erweiterung, 5G-Verbindung, kabelloses Laden und Videoausgabe. Die Hauptkamera ist ein 64-Megapixel-Objektiv mit einem Sony IMX787-Sensor.
Nex Company hat auch für dieses Produkt eine relativ pragmatische Marktpositionierung vorgenommen: NexPhone soll das aktuelle Android-Flaggschiff nicht vollständig ersetzen, sondern eignet sich eher als hochproduktives Zweitgerät oder Backup-Gerät. Angetrieben durch Lösungen wie Samsung DeX werden Desktop-Erlebnisse auf Smartphones immer häufiger, und Android 16 erweitert die Unterstützung für Desktop-Umgebungen weiter und bietet eine Grundlage auf Systemebene für Formen wie NexPhone.
Im Hinblick auf die spezifische Verwendung unterstützt NexPhone die direkte Ausführung aller drei Betriebssysteme auf dem Mobiltelefonbildschirm. Nex-Entwickler haben außerdem speziell eine Benutzeroberfläche im „Windows Phone-Stil“ für Windows 11 entwickelt, um die Bedienlast herkömmlicher Desktop-Oberflächen auf kleinen Bildschirmen zu reduzieren. Beamte betonten jedoch, dass der eigentliche Vorteil von NexPhone in der „Desktop-ähnlichen“ Erfahrung liege, die ein externer Monitor sowie Tastatur und Maus bieten. Dies ist auch eine Fortsetzung und Weiterentwicklung der bisherigen Produktlinie von Nex.
Zuvor hat Nex mehrere Generationen von NexDock Lapdock-Produkten auf den Markt gebracht. Hierbei handelt es sich um ein 14-Zoll-„leeres Notebook“, das durch Anschluss an ein Android-Telefon in eine vollständige Computerform umgewandelt werden kann. Es gilt als relativ kostengünstige Erweiterungslösung für Mobiltelefone. Kosmaz sagte, dass NexPhone die „nächste Stufe“ dieser Idee sei und flexiblere Auswahlmöglichkeiten für verschiedene Benutzerszenarien durch die Integration von Multisystemfunktionen direkt in das Telefon selbst biete.
Kosmaz sagte offen, dass das NexPhone das Gerät sei, das er seit 14 Jahren bei sich tragen wollte – ein Produkt, das gleichzeitig ein Linux-Rechner, ein Windows-PC und ein alltägliches Android-Telefon sein kann, ohne Kompromisse beim Konzept einzugehen. Er glaubt, dass die Vorbestellung des NexPhone selbst ein klares Signal an die Branche sendet: „Mobiltelefon als PC“ zum neuen Standard zu machen.
Derzeit können interessierte Benutzer das NexPhone gegen eine Anzahlung von 200 US-Dollar vorbestellen. Die Auslieferung wird voraussichtlich im dritten Quartal dieses Jahres erfolgen. Jedes Gerät wird bei der offiziellen Auslieferung mit einem USB-C-Hub geliefert. Die gesamte Einheit wird voraussichtlich für 550 US-Dollar verkauft, ohne Versand und Steuern.