Nachrichten aus Reykjavik: Am Abend des 18. Ortszeit brach auf der Halbinsel Reykjanes im Südwesten Islands ein Vulkan aus. Berichte über Verletzte liegen derzeit nicht vor. Berichten der Associated Press und der isländischen Medien „IceNews“ zufolge liegt der ausbrechende Vulkan etwa vier Kilometer von der Stadt Grindavik entfernt, der genaue Standort ist noch nicht bestätigt. Ein Überwachungsvideo zeigte, dass der Vulkan in dieser Nacht um 22:17 Uhr ausbrach, ein Lichtblitz den Himmel erleuchtete und Lava über den Bergrücken ergoss.
Berichten zufolge ist dies der vierte Vulkanausbruch auf der Reykjanes-Halbinsel in drei Jahren.
Das isländische Wetteramt gab am frühen Morgen des 19. eine Erklärung heraus, in der es hieß, dass die neuesten Messergebnisse zeigen, dass sich das Magma nach Südwesten bewegt und sich möglicherweise weiter in Richtung der Stadt Grindavik entwickelt. In der Erklärung wurde darauf hingewiesen, dass das Ausmaß des Vulkanausbruchs und die Fließgeschwindigkeit des Lavastroms „um ein Vielfaches höher waren als bei früheren Ausbrüchen auf der Reykjanes-Halbinsel in den letzten Jahren“.
Berichten lokaler Medien zufolge gibt es keine Berichte über Verletzte oder größere Schäden. Die Polizei hat das Gebiet in der Nähe des ausbrechenden Vulkans abgesperrt, und wissenschaftliche Forscher sind vor Ort, um die Intensität und mögliche Auswirkungen der vulkanischen Aktivität einzuschätzen. Beamte raten Anwohnern und Besuchern, informiert zu bleiben und die Sicherheitsrichtlinien zu befolgen.
Die Halbinsel Reykjanes ist berühmt für ihre Vulkanlandschaft und aktive Geothermielandschaft. In letzter Zeit hat die lokale seismische Aktivität deutlich zugenommen. Aufgrund der Gefahr eines möglichen unterirdischen Magmaausbruchs rief die Stadt Grindavik letzten Monat den Ausnahmezustand aus und etwa 4.000 Einwohner wurden evakuiert.