Der US-Pharmariese Eli Lilly und das in Hongkong notierte Unternehmen Insilico Medicine haben eine Kooperationsvereinbarung über ein Gesamtvolumen von bis zu 2,75 Milliarden US-Dollar geschlossen, um deren neue, mithilfe künstlicher Intelligenz entwickelte Medikamente auf den Weltmarkt zu bringen.

Laut der Ankündigung der beiden Parteien vom Montag wird Eli Lilly eine Vorauszahlung in Höhe von 115 Millionen US-Dollar an Insilicon Intelligent zahlen, und die verbleibende Zahlung wird an spätere behördliche Genehmigungen und den Fortschritt der Kommerzialisierung geknüpft. Darüber hinaus erhält Insilicon Intelligent auch Lizenzgebühren aus künftigen Produktverkäufen.
Alex Zhavoronkov, Gründer und CEO von Insilico Intelligence, sagte den Medien, dass das Unternehmen mithilfe generativer künstlicher Intelligenz-Tools mindestens 28 Medikamente in der Entwicklung entwickelt habe, von denen fast die Hälfte in klinische Studien eingetreten sei. Das Unternehmen wurde im Dezember letzten Jahres in Hongkong notiert und sein Aktienkurs ist in diesem Jahr um mehr als 50 % gestiegen.
Zavoronkov sagte, dass „Eli Lilly in einigen Bereichen im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz in vielerlei Hinsicht einen besseren Job macht als wir“ und erwähnte ausdrücklich, dass es in Eli Lilly eine Schlüsselfigur gibt, die Biologie, Chemie und Automatisierung auf derselben Plattform integrieren kann. Gemäß dieser Kooperationsvereinbarung wird Yingsi Intelligent auch der „Gateway Labs“-Community, der Biotechnologie-Inkubations- und Kooperationsplattform von Eli Lilly, beitreten, um die Entwicklung und Transformation neuer Medikamente zu beschleunigen.
Tatsächlich haben die beiden Unternehmen bereits im Rahmen einer auf künstlicher Intelligenz basierenden Software-Lizenzvereinbarung bereits im Jahr 2023 zusammengearbeitet. Diese neue Transaktion stellt eine weitere Aufwertung und Erweiterung der bestehenden Basis dar. Andrew Adams, Gruppenvizepräsident der Molecular Discovery Division von Eli Lilly, sagte in einer Erklärung, dass die Zusammenarbeit beiden Parteien helfen werde, „neue Wirkmechanismen zu erforschen und die Identifizierung vielversprechender Therapiekandidaten für mehrere Krankheitsbereiche zu beschleunigen“. Er glaubt, dass die KI-gestützte Arzneimittelforschungsplattform von Insilicon eine „leistungsstarke Ergänzung“ zu den klinischen Entwicklungskapazitäten von Eli Lilly darstellt.
David A. Ricks, CEO von Eli Lilly, reiste Anfang des Monats nach Peking, um an einem hochrangigen Forum teilzunehmen. Vor nicht allzu langer Zeit kündigte Eli Lilly an, in den nächsten zehn Jahren 3 Milliarden US-Dollar in China zu investieren. Das Unternehmen gab bekannt, dass der Umsatz auf dem chinesischen Markt im vergangenen Jahr etwas weniger als 3 % seines Gesamtumsatzes ausmachte.
Zavoronkov sagte, dass das Forschungs- und Entwicklungsteam für künstliche Intelligenz von Yingyi Intelligent hauptsächlich in Kanada und im Nahen Osten angesiedelt sei und frühe präklinische Arzneimittelentwicklungsarbeiten auf der Grundlage dieser KI-Ergebnisse in China durchgeführt würden. Er wies darauf hin, dass künstliche Intelligenz im Vergleich zu herkömmlichen Forschungs- und Entwicklungsmethoden nicht nur den Entwicklungszyklus neuer Medikamente verkürzen, sondern auch molekulare Strukturen schneller entwerfen und synthetisieren kann, was voraussichtlich die Forschungs- und Entwicklungseffizienz deutlich verbessern wird.
Diese Zusammenarbeit gilt als ein weiteres Paradebeispiel für die tiefe Integration zwischen großen globalen Pharmaunternehmen und aufstrebenden KI-Pharmaunternehmen. Einerseits wird der externe Kooperationsbedarf multinationaler Pharmaunternehmen bei Innovationspipelines und Technologie-Stacks hervorgehoben. Andererseits eröffnet es auch einen breiteren internationalen Vermarktungskanal für biopharmazeutische Startups mit generativer KI als Kerntechnologie.