Wissenschaftler haben Massenaussterben und Klimawandel in den letzten 260 Millionen Jahren mit massiven Vulkanausbrüchen und den astronomischen Zyklen der Erde in Verbindung gebracht. Die Studie beleuchtet die Rolle der Kohlendioxidemissionen beim Klimawandel und zeigt die komplizierten Zusammenhänge zwischen der Geologie der Erde und ihrer Lage im Weltraum auf, die sich vom modernen, vom Menschen verursachten Klimawandel unterscheiden.

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass die geologische Geschichte der Erde eng mit astronomischen Bewegungen verknüpft ist, nicht nur innerhalb des Planeten.

Ein Team von Wissenschaftlern ist zu dem Schluss gekommen, dass die Phänomene, die in den letzten 260 Millionen Jahren auftraten und in diesen Zeiträumen zu einem Massensterben von Leben führten, größtenteils auf massive Vulkanausbrüche und die daraus resultierenden Umweltkrisen zurückzuführen waren.

Eine in der Zeitschrift Earth-Science Reviews veröffentlichte Analyse zeigt, dass diese Vulkanausbrüche große Mengen Kohlendioxid in die Erdatmosphäre freisetzen, was zu einer extremen Erwärmung des Treibhausklimas führt und nahezu tödliche oder tödliche Zustände auf unserem Planeten mit sich bringt.

Astronomische Zyklen und das Erdklima

Bemerkenswerterweise treten diese Phänomene alle 26 bis 33 Millionen Jahre auf und fallen mit wichtigen Veränderungen in der Erdumlaufbahn im Sonnensystem zusammen, die ebenfalls demselben zyklischen Muster folgen, fügten die Forscher hinzu.

„Die geologischen Prozesse auf der Erde, von denen lange angenommen wurde, dass sie ausschließlich durch Ereignisse innerhalb des Planeten bestimmt werden, könnten tatsächlich durch astronomische Zyklen im Sonnensystem und in der Milchstraße gesteuert werden“, sagte Michael Rampino, Professor am Fachbereich Biologie der New York University und leitender Autor der Studie. „Entscheidend ist, dass diese Kräfte in der Vergangenheit der Erde viele Male zusammenkamen und drastische Veränderungen in unserem Klima ankündigten.“

Die Forscher, darunter Ken Caldeira von der Carnegie Institution for Science und die Geologin Cedelia Rodriguez vom Barnard College, warnten davor, dass ihre Schlussfolgerungen für den Klimawandel im 20. und 21. Jahrhundert nicht relevant sind, der laut Wissenschaftlern durch menschliche Aktivitäten verursacht wird. Der jüngste untersuchte Vulkanausbruch ereignete sich vor etwa 16 Millionen Jahren.

Sie fügten jedoch hinzu, dass die Analyse dennoch die nachgewiesene Auswirkung von CO2-Emissionen auf die Klimaerwärmung untermauert.

Vulkanausbrüche und geologische Phänomene

Die Wissenschaftler konzentrierten sich auf den Ausbruch des kontinentalen Flutbasalts (CFB) – den größten vulkanischen Lavaausbruch auf der Erde, mit Lavaströmen, die eine Fläche von fast 500.000 Quadratmeilen bedecken – und andere große geologische Ereignisse, die sich in den letzten 260 Millionen Jahren ereignet haben. Zu diesen Ereignissen gehören anoxische Ereignisse in den Ozeanen – Zeiträume, in denen den Ozeanen der Erde Sauerstoff entzogen wird, wodurch giftige Gewässer entstehen – und Hyperthermieimpulse, Zeiträume, in denen die globalen Temperaturen schnell ansteigen und zu einem Massensterben von Meeres- und Nicht-Meereslebewesen führen.

Sie fanden heraus, dass CFB-Ausbrüche oft mit diesen anderen tödlichen geologischen Phänomenen zusammenfallen, was die größeren Auswirkungen vulkanischer Aktivität offenbart. Die Verbindung zur Astronomie wird durch die Gemeinsamkeit regelmäßiger Multimillionen-Jahres-Zyklen von Vulkanausbrüchen und Klimaextremen mit den bekannten Umlaufzeiten der Erde im Sonnensystem und in der Milchstraße deutlich.

Die Autoren fanden heraus, dass die Übereinstimmung zwischen geologischen und astrophysikalischen Zyklen zu eng ist, als dass sie einfach zufällig zustande kommen könnte. Eine große verbleibende Frage, fügten sie hinzu, sei die Frage, wie die astronomischen Bewegungen des Planeten den inneren geologischen Motor der Erde stören.

„Dies ist eine unerwartete Verbindung, die die Konvergenz von Astronomie und Geologie ankündigt – Ereignisse, die auf der Erde geschehen, finden im Kontext unserer astronomischen Umgebung statt“, sagte Rampino.

Zusammengestellte Quelle: ScitechDaily