Taiwan Semiconductor Manufacturing Co., Ltd. (TSMC), der weltweit größte Auftragschiphersteller, gab in seinen neuesten Unternehmensdokumenten bekannt, dass das Unternehmen alle seine Anteile an Arm Holdings verkauft hat und damit seine Beteiligungsbeziehung an dem Chipdesignunternehmen offiziell beendet hat.

Aus Dokumenten geht hervor, dass TSMC Partners, eine Tochtergesellschaft von TSMC, zwischen dem 28. und 29. April 1,11 Millionen Arm-Aktien verkauft hat. Der durchschnittliche Transaktionspreis betrug 207,65 US-Dollar pro Aktie und der Gesamtbarbetrag belief sich auf etwa 231 Millionen US-Dollar. Nach Abschluss der Transaktion hält TSMC keine Anteile mehr an Arm.

Der Offenlegung zufolge hatte dieser Aktienverkauf einen Einfluss von 174 Millionen US-Dollar auf die Gewinnrücklagen von TSMC. Das Unternehmen definierte die Transaktion in dem Dokument als Teil der „Kapitalanlagenveräußerung“.

TSMC beteiligte sich beim Börsengang (IPO) von Arm im Jahr 2023 an dem Chipdesign-Unternehmen. Damals investierte das Unternehmen etwa 100 Millionen US-Dollar zu einem Zeichnungspreis von 51 US-Dollar pro Aktie und beteiligte sich zusammen mit einer Reihe strategischer Investoren. Seitdem hat TSMC seine Anteile an Arm schrittweise reduziert.

In der Dokumentenprüfung wurde festgestellt, dass TSMC im Jahr 2024 850.000 Arm-Aktien verkauft hat. Der durchschnittliche Transaktionspreis betrug zu diesem Zeitpunkt 119,47 US-Dollar pro Aktie, was einer Auszahlung von etwa 102 Millionen US-Dollar entsprach. Mit dieser weiteren Reduzierung und Veräußerung seiner Anteile hat TSMC seinen vollständigen Ausstieg aus Arms Eigenkapital abgeschlossen.

Der Aktienkurs von Arm fiel am Dienstag um 7,98 %, dem Handelstag vor der Veröffentlichung der letzten Runde der TSMC-Aktienreduzierungsnachrichten.

Diese Transaktion ändert nichts an TSMCs zentralem Gießereistatus in der globalen Halbleiterindustriekette, zeigt aber, dass das Unternehmen weiterhin proaktive Anpassungen bei den Finanzinvestitionen und der Eigenkapitalstruktur vornimmt und durch stufenweise Abzüge aus Kapitalbeteiligungen eine Kapitalentnahme und Buchgewinnbindung erreicht.