Laut Nachrichten vom 30. April steckt Meta zwar voll in den Bereich der künstlichen Intelligenz, das Metaverse-Geschäft, in das Meta große Hoffnungen gesetzt hat, steckt jedoch immer noch in Verlusten. Der am Mittwoch veröffentlichte Finanzbericht des Unternehmens zeigte, dass seine „RealityLabs“ (RealityLabs), die für die Forschung und Entwicklung von Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und tragbaren Geräten verantwortlich sind, im ersten Quartal einen Umsatz von 402 Millionen US-Dollar erzielten, was unter den Erwartungen der Wall Street von 488,8 Millionen US-Dollar lag; Der Betriebsverlust belief sich im Quartal auf 4,03 Milliarden US-Dollar und lag damit unter dem von Analysten erwarteten Verlust von 4,82 Milliarden US-Dollar.

Seit Ende 2020 haben die kumulierten Verluste des Sektors die Marke von 80 Milliarden US-Dollar überschritten. Im Jahr 2021 behauptete Firmengründer Mark Zuckerberg einmal, dass menschliche Arbeit und Unterhaltung unweigerlich in die virtuelle Welt verlagern werden. Zu diesem Zweck änderte er sogar den Firmennamen von Facebook in Meta. Allerdings steht dieses Glücksspiel nun vor einer harten Probe.

Seit dem rasanten Aufstieg der generativen KI-Technologie Ende 2022 hat sich die Richtung der technologischen Entwicklung in der Branche jedoch geändert. Um der Konkurrenz durch Organisationen wie OpenAI, Anthropic und Google standzuhalten, erhöht Meta derzeit die Investitionsausgaben deutlich. Das Unternehmen investiert nicht nur stark in die zugrunde liegende Computerinfrastruktur, sondern beschleunigt auch umfassend die Forschung und Entwicklung einer neuen Generation großer Modelle und Dienste.

Die plötzliche Verschiebung des strategischen Fokus löste unmittelbar personelle Unruhen im Realitätslabor aus. Einerseits erfreuten sich die von Meta und Essilor Luxottica gemeinsam auf den Markt gebrachten Ray-Ban-Smart-Brillen unerwartet großer Beliebtheit und ermöglichten dem Unternehmen neue Wachstumspunkte; Andererseits nutzte Meta den Trend, um seine Forschungs- und Entwicklungsrichtung anzupassen, indem es Ressourcen aus dem traditionellen VR-Bereich abzog und ihn vollständig auf KI-gesteuerte tragbare Hardware umstellte. Da Reality Lab von dieser Geschäftsanpassung betroffen war, entließ es im Januar dieses Jahres rund 1.000 Mitarbeiter.

Diese „Downsizing“-Kampagne breitet sich immer weiter aus. Im März dieses Jahres startete Meta eine neue Entlassungsrunde, von der Hunderte von Mitarbeitern in mehreren Kernabteilungen wie dem Reality Lab, der Facebook-Hauptseite, dem globalen Betrieb, der Personalbeschaffung und dem Vertrieb betroffen waren.

Darüber hinaus hat Meta letzte Woche einen radikaleren Kostensenkungsplan bekannt gegeben: Das Unternehmen wird voraussichtlich etwa 10 % seiner Mitarbeiter (etwa 8.000 Personen) entlassen und gleichzeitig die Rekrutierung von bis zu 6.000 vakanten Stellen einfrieren.