Der japanische Einzelhändler Bic Camera ergreift außergewöhnliche Maßnahmen, um gegen Pokémon-Kartenhändler vorzugehen: Kunden, die die neuesten Kartenpakete kaufen möchten, müssen zunächst einen Wissenstest bestehen. Laut Benutzer Ryo Saeba hat die Bic Camera-Filiale in Ikebukuro, Tokio, einen Hinweis veröffentlicht: Kunden, die die Kartenbox „Mega Evolution: Ninja Boomerang“ (mit 30 Packungen) kaufen möchten, müssen vor dem Kauf drei Bedingungen erfüllen, und jede Person ist auf eine Box beschränkt.

Zunächst müssen Kunden ein Quiz (insgesamt 15 Fragen) absolvieren, das auf dem Wissen über das Pokémon-Universum basiert. In der Bekanntmachung heißt es eindeutig: „Nur wer die Fragen richtig beantwortet, kann kaufen.“ Wenn jemand Testfragen fotografiert, wird ihm direkt der Service verweigert. Zweitens müssen Kunden eine Bic-Kamera-Punktekarte besitzen oder deren App installieren. Schließlich müssen Sie beim Auschecken mit dem Sachbearbeiter vereinbaren, dass er an Ort und Stelle die äußere Plastikversiegelung des Kartenkartons entfernt und die Verpackung entlang der reservierten gepunkteten Linie aufschneidet. Durch diesen Schritt stehen die Patronen nicht mehr im „neuen und ungeöffneten“ Zustand zum Weiterverkauf zur Verfügung.

Scalper sind seit langem ein Problem für The Pokémon Company, und in den letzten Jahren ist das Problem immer ernster geworden, da Nachrichten über den Weiterverkauf von Karten zu hohen Preisen aufkamen. Viele Geschäfte in Japan (einschließlich des offiziellen Pokémon-Centers) haben generell die Praxis übernommen, die äußere Plastikverpackung an der Kasse zu entfernen, wodurch es für Käufer auf dem Sekundärmarkt unmöglich ist, zu bestätigen, ob die Verpackung manipuliert wurde. Für den Normalverbraucher hat dies keine Auswirkungen – die innere Kartenverpackung bleibt intakt und es besteht keine Gefahr einer Manipulation bei Produkten, die im regulären Einzelhandel gekauft wurden.