Laut den jüngsten Nachrichten des Bloomberg-Reporters Mark Gurman auf sozialen Plattformen plant Apple eine neue Form von AirPods, und das Gehäuse des drahtlosen Headsets wird ein Kameramodul integrieren, das „für Siri entwickelt“ wurde. Der Preis dieses neuen Produkts wird voraussichtlich höher sein als der der aktuellen 249 US-Dollar teuren AirPods Pro 3, daher erwägt Apple intern einen neuen Namen „AirPods Ultra“, um es hinsichtlich der Positionierung von der bestehenden Pro-Serie abzuheben.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Foto- und Videokameras werden „AirPods Ultra“ laut Gurman zuvor nicht zum direkten Aufnehmen von Fotos oder Videos verwendet, sondern sind mit einer Infrarotkamera ausgestattet, die mithilfe der Computer-Vision-Technologie die Umgebung des Benutzers erfasst und die Daten an Siri zurücksendet. Mit dieser Hardware-Grundlage wird das Headset speziell die Visual-Intelligence-Funktion des iPhone 15 Pro und neuerer Modelle verbessern und dem Gerät ein besseres Umweltbewusstsein beim Verstehen von Szenen und beim Identifizieren von Objekten verleihen. Das Prinzip gilt als ähnlich der Infrarotkamera, die für Face ID auf dem aktuellen iPhone verwendet wird, nur dass das Anwendungsszenario von der Gesichtserkennung auf das Umgebungsverständnis erweitert wird.
Bereits im Juni 2024 prognostizierte der Apple-Supply-Chain-Analyst Ming-Chi Kuo, dass mit Kameras ausgestattete AirPods neue Formen der Interaktion wie die „Luftgestensteuerung“ ermöglichen sollen. Allerdings sagte Gurman in seiner letzten Erklärung diese Woche, dass er nicht erwarte, dass die neuen AirPods Gestenbedienungsfunktionen unterstützen würden, was bedeutet, dass Apple sich derzeit mehr auf die Verwendung von Infrarotkameras als Sensoren zur Verbesserung der Wahrnehmungsfähigkeiten von Siri konzentriert, anstatt direkt ein neues Paradigma der Gesteninteraktion zu schaffen.
Bezüglich der Produktpositionierung ging der Markt zunächst davon aus, dass AirPods mit Kamera als High-End-Konfigurationsversion der AirPods Pro 3 auf den Markt kommen könnten, ähnlich den heutigen AirPods 4, die verschiedene Ausführungen mit und ohne Geräuschreduzierung bieten. Den jüngsten Enthüllungen zufolge ist Apple jedoch eher geneigt, daraus eine völlig eigenständige „AirPods Ultra“-Serie zu machen, die in der Produktlinie insgesamt höher positioniert ist als die AirPods Pro, als ein einfaches Pro-Derivatmodell.
Es ist erwähnenswert, dass das Markenlabel „Ultra“ schnell in die zahlreichen Produktlinien von Apple eindringt. Filipe Espósito von Macworld berichtete kürzlich, dass Apple innerhalb des nächsten Jahres die Einführung von „iPhone Ultra“ und „MacBook Ultra“ plant, die zusammen mit „AirPods Ultra“ ein neues Ultra-Produktportfolio bilden werden. Derzeit hat Apple diesen Namen weitgehend für die Apple Watch Ultra, CarPlay Ultra und die Chipserien von M1 Ultra bis M3 Ultra übernommen. Ultra wird nach und nach zu einem wichtigen Symbol für die „Highest-End“- oder „Enhanced-Experience-Version“ im Apple-System.
Zum konkreten Erscheinungszeitpunkt der „AirPods Ultra“ gibt es derzeit noch keine Aussage. Wenn Apple beabsichtigt, mit dem seit langem gemunkelten Debüt des faltbaren „iPhone Ultra“ zusammenzufallen, dann wäre die Markteinführung im Herbst im September dieses Jahres ein ziemlich vernünftiges Zeitfenster. Den vorliegenden Berichten zufolge wird das neu gestaltete „MacBook Ultra“ voraussichtlich Anfang 2027 auf den Markt kommen und über eine Reihe wichtiger Upgrades wie OLED-Displays und Touch-Bedienung verfügen, die Apples Hardware-Layout auf Ultra-Ebene weiter bereichern werden.