Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hat am Freitag neue Regeln erlassen, die klarstellen, dass Schauspiel- und Drehbucharbeiten von Menschen und nicht von künstlicher Intelligenz geleistet werden müssen, um für die höchste Auszeichnung der Filmindustrie, die Oscars, zu konkurrieren. Die Änderungen gelten für Einreichungen für die nächsten Oscar-Verleihungen, die für März 2027 geplant sind.

Die generative KI-Technologie hat in der Film- und Fernsehbranche große Besorgnis hervorgerufen, da die Praktiker befürchten, dass Studios die Technologie nutzen werden, um menschliche Arbeitskräfte zu ersetzen und so die Kosten zu senken. Das Debüt einer KI-generierten „Schauspielerin“ namens Tilly Norwood im letzten Jahr, deren Produzenten behaupteten, das Interesse mehrerer Studiomanager geweckt zu haben, schürte die Bedenken der Branche weiter und löste eine Gegenreaktion der Screen Actors Guild aus.
Nach den neuen Regeln der Academy of Motion Picture Arts and Sciences können Filmemacher KI-Tools verwenden, „synthetische“ Schauspieler wie Norwood haben jedoch keinen Anspruch auf Oscars. Die Agentur sagte in einer Erklärung, dass Drehbücher „menschliche Schöpfungen“ sein müssen, um für die Auswahl in Betracht gezogen zu werden. Die neuen Regeln sehen außerdem vor, dass die Akademie zusätzliche Informationen anfordern kann, um zu überprüfen, ob ein eingereichtes Werk tatsächlich von einem Menschen geschaffen wurde.
Diese Regelanpassung stellt eine klare Definition des Anwendungsbereichs der Technologie der künstlichen Intelligenz in der Filmindustrie dar und zielt darauf ab, die menschliche Kreativität und den Leistungswert in der traditionellen Filmkunst zu schützen. Mit der rasanten Entwicklung der KI-Technologie im Bereich der Content-Erstellung haben die Oscar-Veranstalter mit diesem Schritt ein klares Signal an die Branche gesendet, dass der menschliche künstlerische Beitrag ein unersetzliches Kernkriterium bei der Auswahl der prestigeträchtigsten Filmpreise bleibt.