Die Zusammenarbeit von OpenAI und Broadcom AI-Chips ist in eine Finanzierungs-Sackgasse geraten. Berichten zufolge betrachteten beide Parteien die Zusammenarbeit als bestätigten Deal, als OpenAI und der Chipdesign-Hersteller Broadcom letztes Jahr offiziell ihre gemeinsame Forschung und Entwicklung maßgeschneiderter Chips für künstliche Intelligenz ankündigten. Einige Monate später verhandelten die beiden Parteien laut einem internen Memo und zwei mit den Verhandlungen vertrauten Personen über die Finanzierung der ersten Phase der Chipproduktion durch Broadcom.

Diese Phase erfordert 1,3 GW Rechenkapazität des Rechenzentrums und Baukosten von etwa 18 Milliarden US-Dollar. Basierend auf dieser Kostenberechnung wird das gesamte Projekt mit dem Codenamen „Nexus“ mit einer Gesamtgröße von 10 GW allein im Chip-Produktionsprozess 180 Milliarden US-Dollar kosten, den Bau des Rechenzentrums und andere unterstützende Kosten nicht eingerechnet.

Die Sicherung dieser Finanzierung ist für OpenAI von entscheidender Bedeutung. Der ChatGPT-Entwickler prognostiziert, dass sein Betriebskapitalverbrauch bis 2029 200 Milliarden US-Dollar übersteigen wird. Selbstentwickelte Chips sind ein zentraler Bestandteil der Strategie von OpenAI, Serverkosten zu senken und die Bruttogewinnmargen zu erhöhen. Doch die Verhandlungen sind inzwischen in eine mögliche Sackgasse geraten. Ein OpenAI-Manager teilte Kollegen letzten Monat in einem internen Memo mit, dass Broadcom klargestellt habe, dass es die erste Phase des Projekts nur dann finanzieren würde, wenn Microsoft sich bereit erklärt, etwa 40 % seiner Chip-Produktionskapazität zu kaufen. Microsoft wird diese Chips in seinen eigenen Rechenzentren bereitstellen und dann Rechenleistung an OpenAI vermieten.

Mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten, Microsoft verfüge über jahrzehntelange Erfahrung im Betrieb von Rechenzentren und gehöre zu den weltweit führenden Kreditunternehmen. Sobald Broadcom eine Kaufverpflichtung eingeht, wird es zuversichtlich sein, dass seine Investition zurückgezahlt werden kann. In dem Memo wurde auch darauf hingewiesen, dass Microsoft möglicherweise auch den Kauf dieser Charge maßgeschneiderter Chips verweigert, was die Finanzierungsbedingungen des Projekts direkt umschreiben würde. Dem Memo und zwei mit den Verhandlungen vertrauten Personen zufolge wurde in die geplante Chip-Kooperationsvereinbarung eine Klausel eingefügt: Wenn das tatsächliche Einkaufsvolumen von Microsoft nicht dem Ziel entspricht, muss OpenAI selbst andere Käufer finden.

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