Ein indisches Gericht hat Apple angewiesen, in einem Kartellverfahren rund um den iPhone-App-Markt „vollständig mit den Ermittlern zu kooperieren“.

Der Oberste Gerichtshof von Delhi sagte in einem am Samstag auf seiner offiziellen Website veröffentlichten Urteil, dass Apple „vollständig kooperieren sollte“, forderte jedoch die Wettbewerbskommission Indiens (CCI) auf, frühestens am 15. Juli eine endgültige Entscheidung über den Fall zu treffen.

Berichten zufolge möchte Apple das Verfahren einstellen und wirft der indischen Wettbewerbskommission vor, ihre Befugnisse überschritten zu haben, indem sie das Unternehmen dazu zwingt, Finanzdaten vorzulegen, die typischerweise zur Berechnung von Geldbußen verwendet werden, während Apples rechtliche Anfechtung der Geldbußen derzeit anhängig ist.

Die IHK versucht, Finanzinformationen von Apple zu erhalten, seit eine Untersuchung im Jahr 2024 ergab, dass Apple seine marktbeherrschende Stellung missbraucht hat.

Apple bestreitet jegliches Fehlverhalten und hat sich dem Antrag der CCI widersetzt und argumentiert, dass es das gesamte indische Gesetz zur Kartellstrafenberechnung angefochten habe und die Regulierungsbehörde warten müsse.

Der indische Fall ist einer von vielen, mit denen Apple weltweit wegen angeblicher Verstöße gegen das Kartellrecht konfrontiert wird. Laut Counterpoint Research ist Indien ein wichtiger Markt für Apple, wo seine iPhones einen Marktanteil von 9 % haben, gegenüber nur 4 % vor zwei Jahren.

Apple antwortete nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.