Da die KI-Bilderzeugungstechnologie immer leistungsfähiger wird, wird es immer schwieriger, Deepfakes und andere falsche Bilder zu identifizieren. Während die sich weiterentwickelnde Gemini-Suite von Google diesen Trend teilweise vorantreibt, versucht das Unternehmen, die Technologie durch die breitere Einführung neuer Wasserzeichen- und Erkennungssysteme einzudämmen.

Google Pics, Googles neuestes KI-Bildbearbeitungstool, soll die Fotobearbeitung einfacher denn je machen. Das Tool befindet sich derzeit in der geschlossenen Betaphase und soll in den kommenden Monaten weiteren Benutzern zur Verfügung gestellt werden. Gleichzeitig erweitert Google den Einsatz seiner Tagging-Systeme SynthID und C2PA, damit Nutzer unbearbeitete Fotos leichter von Inhalten unterscheiden können, die mit den Tools des Unternehmens generiert wurden.

Google Pics basiert auf dem neuesten Nano Banana AI-Modell von Google und lässt sich direkt in Slides und Drive integrieren. Eine Demo auf der Google-Website zeigt, dass das Tool mit nur wenigen Klicks Objekte verschieben oder löschen, Farben ändern, Text unter Beibehaltung der Originalschrift bearbeiten, den visuellen Stil von Bildern ändern und Fotohintergründe bearbeiten kann, um einen „Auszoom“-Effekt zu erzielen. Google Pics wird diesen Sommer für AI Pro- und Ultra-Abonnenten eingeführt, und gleichzeitig wird auch eine Vorschauversion für Google Workspace-Unternehmensbenutzer veröffentlicht.

Was die Erkennung betrifft, ist die SynthID-Verifizierung jetzt in der Google-Suche verfügbar und wird in den kommenden Wochen in Chrome verfügbar sein. SynthID wurde 2023 eingeführt und bettet unsichtbare Wasserzeichen in Bilder, Videos und Audiodaten ein, die von Google AI-Tools generiert werden, sodass Gemini-Apps diese Inhalte für Benutzer markieren können. Auf die Funktion kann derzeit über den KI-Modus von Google Lens und Search zugegriffen werden. Um die Abdeckung über Googles eigenes Ökosystem hinaus auszudehnen, hat Nvidia letztes Jahr SynthID-Unterstützung hinzugefügt, und auch OpenAI, Kakao und ElevenLabs schließen sich den Reihen an.

Google erweitert außerdem seine C2PA-Technologie, die echte Fotos im Moment der Aufnahme mit Wasserzeichen versieht. Die Technologie wurde erstmals in der nativen Kamera-App des Pixel 10 eingeführt und wird in Kürze Videoinhalte auf Pixel 8-, 9- und 10-Telefonen mit Tags versehen. Instagram wird bald auch C2PA-Tagging unterstützen. Darüber hinaus kann die Gemini-App ab heute C2PA-Wasserzeichen erkennen und die Google-Suche und Chrome werden diese Funktion in den kommenden Monaten erhalten.

Dies sind nur einige der Dinge, die auf der Google I/O-Konferenz 2026 angekündigt wurden. Das Unternehmen kündigte außerdem unter anderem ein Proxy-basiertes Upgrade der Google-Suche, neue Datenbrillen, seine Antwort auf OpenClaw und einen KI-gestützten Warenkorb-Manager an.