Auf der laufenden Google I/O 2026-Konferenz hat Google neue experimentelle Funktionen in seine KI-gesteuerte 3D-Videoanrufplattform für Unternehmen, Google Beam, eingeführt, die darauf ausgelegt ist, das Remote-Meeting-Erlebnis mit mehreren Personen weiter zu optimieren. Der Schwerpunkt dieses Updates liegt auf der Verbesserung des Erscheinungsbilds und des Tons von Teilnehmern, die über normale Geräte an Besprechungen teilnehmen.

Google Beam wurde ursprünglich als „Project Starline“ angekündigt und letztes Jahr auf der Google I/O als offizielles Produkt vorgestellt. Dieses System basiert auf dem volumetrischen KI-Videomodell von Google, um den Teilnehmern eine dreidimensionale Darstellung auf dem Bildschirm zu ermöglichen und dennoch ein echtes Gefühl räumlicher Tiefe zu vermitteln, wenn sie aus verschiedenen Betrachtungswinkeln betrachtet werden. Im Vergleich zu herkömmlichen Videoanrufen soll es mit der Beam-Technologie einfacher sein, Augenkontakt herzustellen und subtile Ausdrücke und Körpersprache zu erfassen, was dazu beiträgt, die Kommunikation natürlicher zu gestalten.
Die in diesem Update hinzugefügten experimentellen Funktionen konzentrieren sich auf die Präsentation von Teilnehmern über „Nicht-Beam-Geräte“, beispielsweise Benutzer, die über ein MacBook oder einen Windows-Laptop an der Besprechung teilnehmen. Das System stellt diese Teilnehmer in einer Proportion dar, die ihren realen Körpern nahe kommt, sodass es so aussieht, als würden sie mit anderen am Konferenztisch sitzen. Gleichzeitig gleicht Beam das Video jedes Teilnehmers mit räumlichem Audio ab und verknüpft so die Tonposition mit dem Bild der Figur und erzeugt so das Gefühl der Präsenz, dass „der Ton von der Person gegenüber kommt“.
Diese experimentelle Funktion ist derzeit für Meetings mit mehreren Personen verfügbar, die auf HP Dimension-Anzeigegeräten gehostet werden. HP Dimension ist ein 65-Zoll-Display, das auf ein immersives Erlebnis ausgerichtet ist. Es ist mit 7 KI-Kameras ausgestattet, um die Mimik und Gesten des Benutzers zu erfassen, und verfügt über ein integriertes 12-Einheiten-Beamforming-Mikrofonarray und verschiedene andere Sensoren. Mit dieser Hardware kann das System die Mimik, Gestik und Klangrichtung der Teilnehmer genauer wiederherstellen.
Es sollte darauf hingewiesen werden, dass normale Gerätebenutzer nicht direkt eine vollständige stereoskopische 3D-Wiedergabe erhalten, da Nicht-Beam-Geräte selbst in der Regel nicht über entsprechende professionelle Hardwareunterstützung verfügen. Die neue experimentelle Funktion optimiert jedoch weiterhin automatisch Bild und Ton dieser „2D-Teilnehmer“, sodass die Charaktere im Bild größer und natürlicher erscheinen und der Ton dem realen Erlebnis näher kommt. Wenn jemand von einem normalen Computer zu Hause oder im Büro aus an einer Besprechung teilnimmt, führt das System automatisch die oben genannten Optimierungen durch, ohne dass zusätzliche Benutzereinstellungen erforderlich sind.
Google sagte in einem Blogbeitrag, dass seine Forschung zeigt, dass solche Technologiepfade das Potenzial haben, dazu beizutragen, die „Engagement-Lücke“ in hybriden Büroumgebungen zu schließen. Interne Daten deuten darauf hin, dass solche Präsentationen das soziale Verbundenheitsgefühl der Benutzer um etwa 50 % und die selbstberichtete „Sprechfähigkeit“ um etwa 21 % steigern können. Google glaubt, dass dies dazu führen kann, dass Remote-Teilnehmer bei Hybrid-Meetings nicht mehr an den Rand gedrängt werden und sich eher und leichter an Diskussionen beteiligen können.
In derselben Keynote-Rede gab Google auch bekannt, dass die Zahl der Nutzer von 13 Google-Produkten eine Milliarde überschritten hat, was seinen Einfluss auf den globalen Verbraucher- und Unternehmensmärkten weiter unterstreicht. Darüber hinaus werden weiterhin weitere neue Produkt- und Funktionsupdates zu Google I/O 2026 über offizielle Kanäle und Medienberichte veröffentlicht.