Xbox Game Pass wird oft mit „dem Netflix des Gamings“ verglichen, doch seit Jahren fehlt eine Funktion, die standardmäßig bei Netflix enthalten ist – die Familienfreigabe. Benutzer können nicht extra bezahlen, um andere Familienmitglieder zum gleichen Konto wie Netflix hinzuzufügen, und jeder Benutzer, der Game Pass nutzen möchte, muss sich separat anmelden.

Um dieses Problem zu lösen, plant Microsoft die Einführung eines Xbox Game Pass-Familienplans, der es dem Hauptkonto ermöglicht, bis zu vier Mitglieder hinzuzufügen, um Abonnements zu teilen. Die Funktion wurde sogar in kleinem Maßstab in Ländern wie Irland und Kolumbien getestet, doch fast vier Jahre später wurde der mit Spannung erwartete Dienst nie vollständig eingeführt.

Viele Leute werden natürlich die Unentschlossenheit von Microsoft oder Xbox dafür verantwortlich machen. Doch laut Jez Corden, Reporter von Technology Media Windows Central, kommt der eigentliche Widerstand vom Drittanbieter EA.
Corden zitierte mit der Angelegenheit vertraute Personen mit den Worten, dass der Xbox Game Pass-Familienplan tatsächlich gekündigt wurde, und der direkte Grund sei, dass EA „völlig dagegen“ sei. Es wird berichtet, dass EA vom Familienplan „sehr angewidert“ sei. Da EA ein wichtiger früher Unterstützer von Game Pass war und den Dienst weiterhin inhaltlich unterstützt, war Microsoft schließlich gezwungen, das Projekt auf Eis zu legen.

Derzeit sind die Aussichten für den Xbox Game Pass-Familienplan recht gering. Allerdings hat Microsoft kürzlich den Preis für Game Pass angepasst und einige „Call of Duty“-Inhalte entfernt, was darauf hindeutet, dass Xbox immer noch versucht, die Abonnementschwelle für Benutzer auf verschiedene Weise zu senken.