Am 21. Mai berichtete Bloomberg, dass Samsung Electronics in letzter Minute eine Einigung mit der Gewerkschaft erzielt habe, um einen Streik zu verhindern. Das Unternehmen könnte im Jahr 2026 rund 40 Billionen Won (ca. 181 Milliarden Yuan) Prämien an Mitarbeiter der Chip-Abteilung zahlen.


Samsung-Fabrik auf der Halbinsel Pyeongtaek

Die Halbleitersparte von Samsung beschäftigt insgesamt 78.000 Mitarbeiter. Mitarbeiter in verschiedenen Abteilungen erhalten unterschiedliche Prämienniveaus, aber nach Schätzungen von Bloomberg, die auf den vorgeschlagenen Bedingungen und dem Betriebsgewinn im Jahr 2026 basieren, wird jeder Mitarbeiter in der Halbleiterabteilung einen Bonus von 513 Millionen Won (ca. 2,32 Millionen Yuan) erhalten. Laut einem Samsung-Unternehmensdokument vom März werden seine Mitarbeiter im Jahr 2025 durchschnittlich 158 Millionen Won (ca. 720.000 Yuan) verdienen.

Die Nachrichtenagentur Yonhap und andere Agenturen schätzen, dass im boomenden Speicherchip-Sektor die Prämien für einzelne Mitarbeiter etwa 600 Millionen Won (ca. 2,72 Millionen Yuan) erreichen könnten. Samsung gibt die genaue Anzahl der Mitarbeiter in seinen verschiedenen Halbleitersparten nicht bekannt.

Der Schritt von Samsung erfolgt, nachdem sich der Rivale SK Hynix im vergangenen Jahr ebenfalls bereit erklärt hatte, Boni zu zahlen. Der tatsächliche Bonus wird weitgehend von der Rentabilität und der Chipnachfrage von Samsung abhängen.

Im Rahmen der vorläufigen Vereinbarung, die noch der Zustimmung der Gewerkschaftsmitglieder bedarf, stimmte Samsung zu, 10,5 % des Gewinns als Aktienprämien und weitere 1,5 % in bar auszuschütten. Der neue Bonusplan wird 10 Jahre lang jedes Jahr fortgeführt, sofern bestimmte Gewinnziele erreicht werden. Analysten schätzen, dass der Betriebsgewinn von Samsung im Jahr 2026 siebenmal so hoch sein wird wie im Vorjahr und etwa 333 Billionen Won erreichen wird.

Die Ausschüttung der Prämie ist für Anfang 2027 geplant. Ein Drittel der Anteile können die Mitarbeiter sofort verkaufen, der Rest soll in Tranchen über die nächsten zwei Jahre veräußert werden.

Bei Redaktionsschluss lehnte Samsung eine Stellungnahme ab.