Das Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten (USDA) bestätigte am 5. Ortszeit, dass in Texas ein zweiter Fall einer Infektion mit Schraubenwurmparasiten bestätigt wurde. Der Fall wurde auf einer Ranch im texanischen Zavala County gefunden, nur etwa 9 Kilometer vom Infektionsort entfernt, wo am Mittwoch (3.) der erste Fall in den Vereinigten Staaten seit Jahrzehnten bestätigt wurde.

Michael Schmoyer, stellvertretender Direktor des Tier- und Pflanzengesundheitsinspektionsdienstes (APHIS) des US-Landwirtschaftsministeriums, erklärte zuvor auf einer Pressekonferenz, dass nur ein Fall bestätigt worden sei, doch das Landwirtschaftsministerium aktualisierte seine Aussage anschließend und bestätigte, dass es sich bei dem zweiten Infektionsfall um ein erst einen Monat altes Kalb handelte.

Die Stadt La Pryor im Zavala County, wo die Epidemie auftrat, liegt etwa 48 Kilometer nordöstlich der Grenze zwischen den USA und Mexiko. Im vergangenen Jahr haben sich US-amerikanische Rinderzüchter auf mögliche Ausbrüche vorbereitet, da sich der Parasit von Mexiko nach Norden ausbreitet. Das Auftreten aufeinanderfolgender bestätigter Fälle deutet darauf hin, dass dieser verheerende Schädling möglicherweise eine Übertragungskette in den Vereinigten Staaten gebildet hat, die einen schweren Rückschlag für die Verteidigungslinie der nationalen Viehwirtschaft darstellt.

Schraubenwürmer sind äußerst zerstörerische Parasitenfliegen, die ihre Eier in offene Wunden oder Schleimhäute warmblütiger Tiere legen. Nachdem die Eier geschlüpft sind, graben sich die Larven in das lebende Gewebe des Wirts ein und fressen es ab. Wird die Erkrankung nicht rechtzeitig behandelt, führt dies direkt zum Tod des infizierten Tieres. Seine fleischfressenden Eigenschaften stellen eine fatale Bedrohung für die Sicherheit der Tierhaltung dar.