Microsoft hat das Dokument kürzlich unauffällig aktualisiert und erklärt, dass, solange das Gerät mit einer separaten Grafikkarte ausgestattet ist, die die Bedingungen erfüllt, auch wenn es sich nicht um einen Copilot+-PC handelt, die lokale Sprachmodell-API unter Windows 11 ausgeführt werden kann. Dies wird als wichtiger Schritt zur Schwächung des exklusiven Vorteils von Copilot+-PC angesehen. Gemäß den neuesten Anweisungen umfasst die berechtigte Hardware die NVIDIA GeForce RTX 30-Serie und neuere Modelle und erfordert 6 GB Videospeicher und mehr.

Dies bedeutet, dass einige Hochleistungs-PCs, die ursprünglich nicht dem Copilot+-PC-Standard entsprechen, über GPUs lokale KI-Funktionen auf Systemebene erhalten können, anstatt sich vollständig auf neue Modelle mit NPUs mit hoher Rechenleistung zu verlassen.

Copilot+ PC wurde am 18. Juni 2024 offiziell vorgestellt. Microsoft präsentierte es damals als „einzige Möglichkeit“, lokale KI auszuführen, und nutzte es als wichtiges Verkaufsargument, um PC-Upgrades zu fördern. Gemäß der ursprünglichen Definition von Microsoft muss ein Gerät, damit es als Copilot+ PC gekennzeichnet werden kann, mit mindestens 16 GB Arbeitsspeicher, einem Solid-State-Laufwerk und einer NPU (Neuronale Verarbeitungseinheit) ausgestattet sein, die mindestens 40 TOPS Rechenleistung bereitstellen kann. Die NPU ist darauf ausgelegt, KI-Modelle effizient auszuführen, wobei der Schwerpunkt auf der Energieeffizienz liegt, während die GPU gut für groß angelegte parallele Berechnungen geeignet ist und über eine stärkere Rohrechenleistung verfügt. Allerdings beschränkte Microsoft im Rahmen der vorherigen Strategie lokale KI-Funktionen wie Windows Recall und „Click to Do“ auf Copilot+-PCs, die mit NPUs ausgestattet waren, was dazu führte, dass viele GPU-Computer mit ebenso leistungsstarker Hardwareleistung diese integrierten KI-Funktionen nicht nutzen konnten.

Diese Wendung stammt aus einem Update-Hinweis von Microsoft auf GitHub. Microsoft bestätigte in dem Dokument, dass die Sprachmodell-API bereits auf Nicht-Copilot+-PCs auf der GPU ausgeführt werden kann, sofern zwei Bedingungen erfüllt sind: Erstens verfügen Sie über eine Grafikkarte der RTX 30-Serie oder neuer und zweitens verfügt die Grafikkarte über mindestens 6 GB Videospeicher. „Die Sprachmodell-API läuft jetzt auf Nicht-Copilot+-PCs mit unterstützten GPUs und bringt native Sprachmodellfunktionen auf eine breitere Palette von Windows 11-Geräten“, sagte Microsoft in der Notiz. Unterstützte Hardware umfasst derzeit die NVIDIA GeForce RTX 30-Serie und spätere Produktlinien und erfordert 6 GB Videospeicher und mehr. In der Praxis erweitert diese Änderung den Anwendungsbereich lokaler Sprachmodelle von neuen Copilot+-PCs auf die große Anzahl bereits verwendeter leistungsstarker Windows 11-Geräte.

Aus Entwicklersicht stellt die Sprachmodell-API eine Reihe von Windows.AI.Text-Schnittstellen bereit, die lokal aufgerufen werden können und von einem kleinen Sprachmodell namens „Phi Silica“ unterstützt werden. Das Modell wurde bereits in Produkten wie Microsoft Edge für Funktionen wie „Rewrite using AI“ verwendet. Laut den Einstellungen von Microsoft sind auf gewöhnlichen Windows-PCs derzeit standardmäßig keine lokalen KI-Modelle vorinstalliert. Nur Benutzer, die Copilot+-PCs kaufen, haben relevante Inhalte im System voreingestellt. Wenn ein Benutzer nach dem neuen Schema eine Anwendung ausführt, die die lokale Sprachmodell-API unterstützt, kann das System das Phi Silica-Modell über Windows Update herunterladen und lokal auf einer qualifizierten GPU ausführen.

Basierend auf den aktuell angekündigten Schnittstellenfunktionen umfassen die lokalen KI-Funktionen, die Entwickler in ihren Anwendungen aufrufen können, Folgendes: intelligente Textformatierung mithilfe der Windows.AI.Text-Schnittstelle, Textzusammenfassung (TextSummarizer), Umschreiben (TextRewriter), Text-zu-Tabelle (TextToTableConverter) und allgemeine Eingabeaufforderungswortgenerierung usw. Mit anderen Worten: Solange die Hardware den Standards entspricht, können Benutzer in Windows-Anwendungen eine teilweise Textverarbeitungserfahrung ähnlich wie ChatGPT nativ erhalten, und der Berechnungsprozess wird vollständig lokal durchgeführt, was mehr bietet Vorteile beim Datenschutz als Copilot oder ChatGPT, die auf Cloud-Modellen basieren.

Es ist zu beachten, dass Microsoft den Umfang der GPU-Anwendung derzeit nur auf der Ebene der Sprachmodell-API liberalisiert. Den verfügbaren Informationen zufolge sind einige KI-Funktionen in Anwendungen wie Windows Recall, „Click to Do“ und MS Paint immer noch nur für Copilot+-PCs mit integrierten NPUs verfügbar. Mit anderen Worten geht es bei dieser Anpassung eher darum, ein breiteres Spektrum an Hardwareplattformen für lokale KI-Funktionen wie Text und Eingabeaufforderungen freizuschalten, als die Schwelle für NPUs im Copilot+-Ökosystem vollständig aufzuheben. Da sich die lokalen KI-Funktionen jedoch nach und nach auf herkömmliche Hochleistungs-GPU-PCs ausdehnen, wurde das Verkaufsargument des Copilot+ PCs als „der Einzige, der KI lokal ausführen kann“ erheblich geschwächt, was auch zu externen Spekulationen darüber geführt hat, ob Microsoft die obligatorischen Anforderungen für NPUs in Zukunft weiter lockern oder sogar aufheben wird.