Das Luft- und Raumfahrtunternehmen Silent Arrow hat von AFWERX, dem Innovationsarm des U.S. Air Force Research Laboratory, einen Auftrag zur Entwicklung einer schweren, über große Entfernungen manövrierfähigen Drohne auf Basis seiner Segelflugzeugdrohne GD-2000 erhalten, die 300 Seemeilen (350 Meilen, 560 Kilometer) fliegen kann.

SilentArrow hat sich durch die Entwicklung einer Reihe militärischer und ziviler autonomer Gleitdrohnen einen Namen gemacht, die eine maximale Nutzlast von 1.500 Pfund (680 Kilogramm) tragen können, von einem Transportflugzeug oder Hubschrauber transportiert werden können, ihre Flügel ausfahren und in einem Katastrophen- oder Kriegsgebiet zu ihrem Ziel gleiten können. Sie sind außerdem so konzipiert, dass sie so günstig sind, dass sie als Verbrauchsartikel verwendet werden können.

Es ist ein interessantes Design, aber was ihm fehlt, ist die Reichweite. Beispielsweise kann die GD-200 nur etwa 35 Seemeilen (40 Meilen, 65 Kilometer) fliegen, nachdem sie von einem Transportflugzeug vom Typ Lockheed Martin C-130, Boeing C-17 oder Airbus A400M abgeworfen wurde. Der CLS-300 ist genau ein solches Produkt, das die Reichweite um das Zehnfache erhöhen möchte, indem es motorisierte Propeller verwendet, um das kastenförmige Flugzeug vorwärts zu treiben.

Laut Silent Arrow ermöglicht die manövrierfähige Konfiguration des CLS-300 zusätzlich zu seiner größeren Reichweite den eigenständigen Start von nicht standardmäßigen befestigten Start- und Landebahnen, Schiffen und anderen Plattformen, während er dennoch erschwinglich und wegwerfbar ist.

„Wir möchten der U.S. Air Force, AFWERX, AFRL und unseren Air Force-Kunden und Endbenutzerorganisationen für ihr Vertrauen danken, dieses bahnbrechende Programm zu vergeben“, sagte Gründer und CEO Chip Yates. „Wir freuen uns auf einen verkürzten Zeitplan für Antriebstests in der ersten Hälfte des Jahres 2024, gefolgt von Flugtests in der zweiten Hälfte des Jahres 2024, damit wir diese wichtige Fähigkeit schnell an Kampfflugzeuge liefern können, die in Gefahrengebieten operieren, sowie an humanitäre Organisationen und Katastrophenhilfeorganisationen, die Bedürftigen helfen.“