Microsoft plant, in naher Zukunft eine neue Entlassungsrunde anzukündigen, um die Kosten weiter zu kontrollieren und gleichzeitig die Investitionen in künstliche Intelligenz zu erhöhen. Es wird erwartet, dass diese Anpassung Tausende von Stellen betrifft, darunter Geschäftsbereiche wie Vertrieb, Beratung und die Xbox-Spieleabteilung. Mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten, dass das Ausmaß der neuen Entlassungsrunde geringer sein wird als bei ähnlichen Entlassungen im letzten Jahr und dass die Zahl der beteiligten Personen voraussichtlich weniger als 2,5 % der rund 220.000 weltweiten Microsoft-Mitarbeiter ausmachen wird. Es wird erwartet, dass einigen betroffenen Mitarbeitern sofort interne Versetzungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden, der konkrete Freistellungszeitpunkt kann jedoch je nach internen Vereinbarungen noch angepasst werden.

Microsoft hat in den letzten Jahren zu Beginn des neuen Geschäftsjahres häufig personelle Strukturanpassungen vorgenommen, und der diesjährige Entlassungsplan setzt diese Praxis fort. Letztes Jahr hat Microsoft im Mai rund 6.000 Stellen und im Juli weitere 9.000 Stellen abgebaut, was etwa 4 % der damaligen Gesamtzahl der Beschäftigten entspricht, um dem Kostendruck und dem Umstrukturierungsbedarf des Unternehmens gerecht zu werden.

Derzeit erhöht Microsoft seine Investitionen in künstliche Intelligenz und Rechenzentrumsinfrastruktur, was auch zu einem wichtigen Hintergrund für die Kontrolle anderer Kosten geworden ist. Gleichzeitig steht Microsoft unter dem Druck einiger Investoren an der Wall Street. Auf dem Markt bestehen Bedenken, dass künstliche Intelligenz einige traditionelle Softwaredienste ersetzen könnte, theoretisch auch einige der bestehenden Produkte von Microsoft. Beeinflusst von dieser Stimmung ist der Aktienkurs von Microsoft im vergangenen Monat um etwa 17 % gefallen.

Anfang dieses Jahres hat Microsoft in den Vereinigten Staaten einen freiwilligen Ruhestandsplan eingeführt, der Mitarbeitern auf Stufe 67 und niedriger, mit einem kumulierten Alter und einer Dienstzeit von 70 Jahren oder mehr, Ausstiegsoptionen bietet. Nach Angaben von mit der Angelegenheit vertrauten Personen beschäftigt Microsoft in den Vereinigten Staaten etwa 125.000 Mitarbeiter, und etwa 7 % (fast 9.000 Personen) haben Anspruch auf den Plan. Etwa ein Drittel von ihnen hat sich dafür entschieden, aufzukaufen und zu gehen. Dieses Ergebnis entspricht den Erwartungen des Unternehmens und ermöglicht es Microsoft außerdem, die Gesamtkürzungsquote in dieser Entlassungsrunde zu kontrollieren, die unter dem Vorjahresniveau liegt.

Laut einem internen Dokument sind Mitarbeiter in Vertriebspositionen, die auf Provisionsbasis bezahlt werden, vom Ruhestands-Buyout-Plan ausgeschlossen. Darüber hinaus hat die neue Xbox-CEO Asha Sharma in Bezug auf das Gaming-Geschäft zuvor in einem internen Memorandum einen „Reset“ des Geschäfts vorgeschlagen. Daher erwartet der Markt seit langem, dass Xbox-bezogene Teams weitere Jobanpassungen und Personaloptimierungen einleiten werden.