Die neueste Branchenstudie von UBS zeigt, dass sich das Aufwärtspotenzial für die Preise für Speicherchips im zweiten Halbjahr 2026 weiter vergrößern wird. Es wird erwartet, dass der DDR-Vertragspreis angehoben wird: Im dritten Quartal 2026 wird er gegenüber dem Vorquartal um 32 % steigen (zuvor 17 % erwartet), im vierten Quartal soll er um 18 % steigen (bisher 12 %), und auf der Grundlage eines starken Anstiegs von 67 % im zweiten Quartal wird er sich weiter erholen.

NAND wurde ebenfalls nach oben korrigiert und dürfte im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 30 % und im vierten Quartal um 12 % steigen und damit seine starke zyklische Leistung fortsetzen.
Analysten gehen davon aus, dass Angebot und Nachfrage in der DRAM-Branche mindestens bis zur ersten Hälfte des Jahres 2028 angespannt bleiben werden. Die Chipnachfrage wird im Jahr 2027 um etwa 36,2 % wachsen, deutlich stärker als das Angebotswachstum von 19,3 %. Die Kluft ist schwer zu überbrücken und das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage hat ein Ausmaß erreicht, das in den letzten 30 Jahren selten zu beobachten war. Wenn die nachgelagerte Lagerauffüllung nicht berücksichtigt wird, wird sich die Angebots- und Nachfragelücke sogar noch weiter vergrößern, von -8,1 % im Jahr 2026 auf -13,6 % im Jahr 2027.
Insgesamt wird erwartet, dass der aktuelle Aufwärtstrend bei Speicherchips bis 2027 andauert. Der Branchenumsatz wird voraussichtlich 992 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 erreichen und auf 1,76 Billionen US-Dollar im Jahr 2027 steigen. Das Hauptrisiko liegt jedoch in der Erschwinglichkeit nachgelagerter Kunden. Insbesondere große Cloud-Anbieter müssen möglicherweise weiterhin Kapital über den Kapitalmarkt beschaffen, um die damit verbundenen Investitionsausgaben zu finanzieren.