Der Generalsekretär der Vereinten Nationen warnte am Montag, dass die Entwicklungsgeschwindigkeit der künstlichen Intelligenz zu schnell sei, um mithalten zu können. Er forderte die Einführung einheitlicher und koordinierter Regulierungsregeln auf der ganzen Welt, um die potenziellen Risiken durch künstliche Intelligenz, insbesondere für Kinder, zu verringern.

Antonio Guterres sagte den Delegierten beim ersten Global Artificial Intelligence Dialogue auf Regierungsebene in Genf: „Diese Technologie kann die Wirtschaft umgestalten, den Arbeitsplatz verändern, Wahlergebnisse beeinflussen und das Gleichgewicht der Sicherheitskräfte auf den Kopf stellen, aber ihre Umsetzung erfolgt so schnell, dass niemand mithalten kann, nicht einmal diejenigen, die diese Technologie entwickeln.“

Guterres sagte den Delegierten: „Innovation erfordert die Festlegung von Zwängen … Wenn künstliche Intelligenz ihre mächtigen Fähigkeiten entfalten soll, muss sie effektiv gesteuert werden.“

Das Ziel dieses zweitägigen ersten Global Artificial Intelligence Governance Dialogue der Vereinten Nationen in Genf besteht nicht darin, einen internationalen Vertrag auszuarbeiten, sondern darin zu untersuchen, wie relevante Regeln formuliert werden können, um sowohl die möglichen durch künstliche Intelligenz verursachten Schäden abzumildern als auch ihre Entwicklungschancen voll auszuschöpfen.

Die an dem Treffen teilnehmenden Vertreter werden einen Bericht prüfen, der von einer unabhängigen wissenschaftlichen Expertengruppe erstellt wurde, die aus 40 von den Vereinten Nationen unterstützten Experten besteht. Die Expertengruppe wird die Forschungsergebnisse der weltweit ersten unabhängigen wissenschaftlichen Bewertung künstlicher Intelligenz veröffentlichen.

Die Vereinten Nationen planen, im nächsten Jahr einen umfassenderen Bericht zu veröffentlichen und den zweiten Global Dialogue on Artificial Intelligence Governance in New York auszurichten.