Masayoshi Son, Gründer der SoftBank Group, äußerte kürzlich auf der jährlichen Unternehmenskonferenz in Tokio seine große Vision für die Zukunft der künstlichen Intelligenz. Er behauptete, dass die Revolution der künstlichen Intelligenz eine unvermeidliche historische Veränderung sei und widerlegte klar die Bedenken des Marktes hinsichtlich einer „Blase der künstlichen Intelligenz“. Masayoshi Son glaubt, dass diejenigen, die Fragen zur Blase stellen, einfach kein tiefes Verständnis für die Natur der künstlichen Intelligenz haben und auf der falschen Seite der Geschichte stehen.

Nach Berechnungen von Masayoshi Son werden die Ausgaben für die Entwicklung und den Einsatz künstlicher Intelligenz für die Weltgesellschaft bis 2040 voraussichtlich 5 Billionen US-Dollar pro Jahr erreichen. Angesichts dieser erstaunlichen Zahl ist Son ziemlich zuversichtlich. Er glaubt, dass die jährliche Investition von 5 Billionen US-Dollar im Vergleich zu den potenziellen Vorteilen ein vernachlässigbarer Fehler sein wird, wenn die Einnahmen der mit künstlicher Intelligenz verbundenen Industrien im Jahr 2040 schließlich 20 % des globalen BIP ausmachen können.

Als überzeugter Verfechter generativer künstlicher Intelligenz und groß angelegter Sprachmodelltechnologie hat sich SoftBank in den letzten Jahren aktiv durch große Investitionen eingesetzt. Masayoshi Son hat sogar vorhergesagt, dass echte künstliche Intelligenz (General Intelligence, AGI) noch vor 2030 eintreffen wird. Obwohl SoftBank in der Vergangenheit aufgrund von Investitionen in Projekte wie WeWork enorme Verluste erlitten hat, erregen Sons erfolgreiche Fälle bei der Entdeckung früher Technologiegiganten wie Alibaba aufgrund seines Branchenurteils immer noch Aufmerksamkeit.

Auf dieser Konferenz gab Masayoshi Son auch eine kühne Prognose zum Infrastrukturbedarf der künstlichen Intelligenz in der Zukunft ab. Er sagte, dass globale Rechenzentren für künstliche Intelligenz bis 2040 eine Stromversorgung von 3 Terawatt benötigen werden, was fast dem Doppelten des derzeitigen gesamten weltweiten Stromverbrauchs entspricht. Um eine so große Energielücke zu schließen, glaubt Son, dass Erdgas kurzfristig die wichtigste Energiequelle sein wird und die Kernfusionstechnologie in Zukunft die traditionelle Kernenergie ersetzen und zu einer kostengünstigeren und umweltfreundlicheren Alternative werden wird.

Masayoshi Son skizzierte einen tiefgreifenden Plan für die Transformation der menschlichen Gesellschaft: Bis 2040 werden weltweit etwa 100 Billionen künstliche Intelligenzeinheiten entstehen, die das gesellschaftliche Geschehen dominieren werden. Die menschliche Gesellschaft wird sich von einer „menschenzentrierten“ zu einer „zentrierten künstlichen Intelligenz“ wandeln. In seiner Rede betonte Masayoshi Son, dass irgendwann die Ära kommen wird, in der der Mensch nicht mehr die fortschrittlichste Lebensform auf der Erde ist. Unabhängig vom Ergebnis ist dieser technologische Wandel nicht aufzuhalten.