Am 16. Juli veranstaltete Xpeng Motors in München, Deutschland, eine Veranstaltung zum Markentag und eine globale Einführungskonferenz für MONA L03. Laut Agence France-Presse sagte He Xiaopeng, Vorstandsvorsitzender und CEO der Xpeng Group, an diesem Tag in einem Interview, dass das Unternehmen seine Expansion in den europäischen Markt beschleunige und derzeit die Möglichkeit prüfe, Fabriken mit hoher Leerkapazität deutscher Automobilhersteller für die Produktion zu nutzen.

„Es gibt viele Länder in Europa, die das Potenzial haben, eine große Anzahl von Fabriken zu beherbergen“, sagte er. „Natürlich sind die meisten dieser Fabriken derzeit noch in Deutschland.“

He Xiaopeng betonte aber auch, dass sich die Diskussionen über mögliche neue Kooperationsprojekte in Europa noch in einem frühen Stadium befänden.

Er gab bekannt, dass Xpeng Motors derzeit mit dem österreichischen Automobilhersteller Magna Steyr zusammenarbeitet, um Autos in Europa zu produzieren, und hofft, die Investitionen in Europa in Zukunft weiter zu steigern.

„Wir freuen uns, mit vielen Unternehmen zusammenzuarbeiten, darunter auch Volkswagen“, sagte er den Medien. „Wir hoffen, in Zukunft nicht nur eine Fabrik in Europa zu haben, sondern viele verschiedene Arten von Fabriken und gleichzeitig Forschungs- und Entwicklungsprojekte in verschiedenen Bereichen durchzuführen – einige konzentrieren sich auf Autos, andere auf Roboter und decken verschiedene Geschäftsbereiche ab.“

Am 16. veranstaltete Xpeng Motors einen Markentag im X-Konto von Xpeng Motors in München

In den letzten Jahren stand die deutsche Automobilindustrie aufgrund von Faktoren wie US-Zöllen, sinkenden Gewinnmargen bei reinen Elektrofahrzeugen und starker Konkurrenz durch chinesische Unternehmen weiterhin unter Druck. Um kostspielige und umstrittene Werksschließungen zu vermeiden, suchen lokale Autohersteller nach Möglichkeiten, überschüssige Produktionskapazitäten aufzufangen.

Kürzlich sagte Volkswagen-Chef Bluhm, dass das Unternehmen möglicherweise vier Fabriken in Deutschland schließen muss und umfangreiche Entlassungen plant. Im April dieses Jahres schlug er außerdem vor, dass Volkswagen-Fabriken in Europa künftig Autos für chinesische Partner produzieren könnten.

Berichten zufolge hält Volkswagen derzeit 4,99 % der Anteile von Xpeng Motors, und die beiden Parteien kooperieren auch auf dem chinesischen Markt, um neue Modelle für lokale Verbraucher zu entwickeln.

Am 15. Juli Ortszeit sagte Bundeskanzler Mertz, dass er keine Einwände gegen die Übernahme von in Schwierigkeiten geratenen deutschen Autofabriken durch chinesische Autohersteller habe. Allerdings wies er darauf hin, dass dies nur ein „Notfallplan“ sei und die strukturellen Probleme der deutschen Automobilindustrie nicht grundsätzlich lösen könne.

Nach Angaben von Dataforce, einem Automobilmarktforschungsunternehmen, machten chinesische Marken wie BYD, Geely und Chery im Mai dieses Jahres fast 11 % des europäischen Automobilmarktes aus, verglichen mit weniger als 3 % vor einigen Jahren.

Die Leistung von Xpeng Motors auf dem europäischen Markt verzeichnete ebenfalls ein schnelles Wachstum. Im ersten Halbjahr dieses Jahres lieferte das Unternehmen 31.000 Fahrzeuge in Europa aus, fast eine Verdoppelung im Vergleich zum Vorjahr, wobei sich die Auslieferungen auf dem deutschen Markt nahezu verdreifachten.

Tatsächlich haben nicht nur deutsche Automobilkonzerne, sondern auch andere europäische Automobilhersteller in den letzten Jahren die Zusammenarbeit mit chinesischen Unternehmen verstärkt.

Im Mai dieses Jahres kündigte der europäische Autogigant Stellantis an, seine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Unternehmen Leapmotor zu vertiefen. Zu den konkreten Kooperationen gehört die Eröffnung einer seiner Fabriken in Spanien für Leapmotor, außerdem werden die beiden Parteien gemeinsam ein Elektrofahrzeug produzieren.