Im März dieses Jahres hat Apple die Aktualisierung der Mac-Pro-Produktreihe offiziell eingestellt und damit dieses einst von professionellen Anwendern bevorzugte Desktop-Modell vollständig aus der Geschichte verbannt. Laut ausländischen Medienberichten unter Berufung auf Bloomberg hätte der Mac Pro in Apples interner Langzeitplanung jedoch eine glänzendere Zukunft haben sollen.

In den frühen Tagen der Umstellung auf selbstentwickelte Chips von Apple Silicon hatte Apple einen ehrgeizigen Plan. Damals bestand Apples Vision darin, den Mac Studio als Haupt-Workstation mit Ultra-Level-Chips zu positionieren und den Mac Pro auf einem höheren Level zu positionieren und ihn mit einem leistungsstärkeren Prozessor als die Ultra-Chip-Serie auszustatten. Obwohl Apple diese Prozessorserie nie öffentlich benannt hat, gibt es im Jahr 2022 Anzeichen dafür, dass Apple einen Chip mit dem Codenamen „M2 Extreme“ für den Mac Pro entwickelt hat, der doppelt so viele Rechen- und Grafikverarbeitungskerne wie der Ultra-Chip aus derselben Zeit bieten soll. Berichten zufolge erstreckten sich die damit verbundenen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sogar auf die M3-Version. Aufgrund der hohen Forschungs- und Entwicklungskosten und Bedenken hinsichtlich der Marktnachfrageaussichten beschloss Apple jedoch, den Plan auf Eis zu legen.
Neben dem Prozessor enthüllte der Bericht auch die Komplexität der Hardware-Iterationen, mit denen der Mac Pro konfrontiert ist. Bei der Produktplanung hat Apple zwei verschiedene neue Modelle in Betracht gezogen: Das Modell mit dem Codenamen „J170“ war ursprünglich für die Verwendung von Intel-Prozessoren geplant und zielte darauf ab, den starren Bedarf an Hochleistungs-Peripheriekompatibilität in bestimmten Branchen durch die Unterstützung der PCI-E-Grafikkartenerweiterung zu lösen; während das andere Modell mit dem Codenamen „J190“ auf Apple Silicon basiert und ursprünglich zeitgleich mit dem mit dem M3 Ultra-Chip ausgestatteten Mac Studio im Jahr 2025 auf den Markt kommen sollte.
Als sich Apple schließlich dazu entschloss, sich von dieser Produktlinie zu verabschieden, gehörten auch diese geplanten Hochleistungsmodelle der Vergangenheit an. Derzeit ist die Verantwortung für den Hochleistungs-Desktop-Markt vollständig auf die Mac Studio-Serie übertragen worden. Nach bisherigen Branchenprognosen soll der mit dem M5-Ultra-Chip ausgestattete Mac Studio noch vor Ende 2026 auf den Markt kommen, auch die nachfolgende M7-Ultra-Version steht im langfristigen Forschungs- und Entwicklungsplan von Apple.