Laut „Business Insider“ wandelt sich General Motors still und heimlich von einem traditionellen Autohersteller zu einem Abonnementdienstleister, und sein Software- und Dienstleistungsgeschäft ist profitabler als der Verkauf von Autos selbst. General Motors erklärte:Das Software- und Dienstleistungsgeschäft behält etwa 70 Cent von jedem erwirtschafteten Dollar. Im Vergleich dazu sind die Gewinnspannen bei Autoverkäufen in der Regel hauchdünn, da die Hersteller oft nur 4 bis 10 Cent von jedem verdienten Dollar einbehalten.
Bruttogewinnmargen von bis zu 70 % bedeuten, dass das Abonnementgeschäft für General Motors zu einer wohlverdienten „Gelddruckmaschine“ geworden ist.
OnStar ist seine größte Cash-Cow. Diese Internet-Service-Plattform, die einst hauptsächlich als Notruftaste diente, hat sich mittlerweile zu einem großen Unternehmen entwickelt.Allein im zweiten Quartal erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von rund 800 Millionen US-Dollar, und die Zahl der Kunden wächst weiterhin stetig.
General Motors geht davon aus, dass die Zahl der OnStar-Abonnenten bis Ende 2026 auf annähernd 13 Millionen ansteigen wird.
Super Cruise ist ein Wachstumsmotor. Das automatische Fahrassistenzsystem Super Cruise von General Motors kostet 39,99 US-Dollar pro Monat. Viele Autobesitzer entscheiden sich dafür, die Abonnements nach Ablauf der kostenlosen Testphase weiter zu bezahlen.
Daten zeigen, dass der Umsatz von Super Cruise im Jahresvergleich um etwa 70 % gestiegen ist, wobei im zweiten Quartal etwa 70.000 neue Benutzer hinzukamen, und das Unternehmen erwartet, bis Ende 2026 mehr als 850.000 Abonnenten zu haben.
Betrachtet man die Gesamtgröße, wird das Abonnementgeschäft von GM im Jahr 2025 einen abgegrenzten Umsatz von 5,4 Milliarden US-Dollar haben, und das Unternehmen wird voraussichtlich einen tatsächlichen Umsatz von 3,1 Milliarden US-Dollar und einen abgegrenzten Umsatz von 7,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 erzielen.
„Wir glauben, dass das Unternehmen über starke Wachstumshebel verfügt, und zwar über mehrere Wachstumshebel“, sagte Geschäftsführerin Mary Barra den Anlegern bei einer Telefonkonferenz zu den Ergebnissen. Sie betonte, dass GM enorme Chancen sieht, die Rentabilität zu verbessern und die Abhängigkeit von den traditionellen Boom- und Pleitezyklen der Branche zu verringern.
Diese Strategie gibt es nicht nur bei GM. Tesla hat seinen vollständig autonomen Fahrdienst auf ein Abonnementmodell umgestellt, Ford erhebt eine wiederkehrende Gebühr für BlueCruise und auch Mercedes-Benz, Audi und BMW experimentieren mit softwarebasierten Upgrades.
