Waymo, das selbstfahrende Unternehmen von Alphabet, sah sich in Austin, Texas, mit betrieblichen Herausforderungen konfrontiert. Seit der Markteinführung im Jahr 2024 wurden für die fahrerlosen Taxis insgesamt 83 Strafzettel mit einer Gesamtstrafe von 9.325 US-Dollar verhängt.

Öffentlichen Aufzeichnungen zufolge hatte Waymo bis Mitte Juli dieses Jahres 7.433 US-Dollar an Geldstrafen gezahlt und hatte immer noch 1.892 US-Dollar ausstehend. Zu den Verstößen zählen vor allem das 64-malige Parken in Parkverbotszonen für Anhänger, das 13-malige Nichtbezahlen der gebührenpflichtigen Parkgebühren und der Erhalt von 9 Strafzetteln für das Parken auf besetzten Spuren. Der höchste Strafzettel belief sich auf 519 US-Dollar, da das Fahrzeug auf einem Behindertenparkplatz stand.
Waymo betreibt derzeit mehr als 300 fahrerlose Taxis in Austin, was etwa der Hälfte seiner Flotte in Texas entspricht. Zwischen zwei Passagierbeförderungsaufgaben parken einige Fahrzeuge auf öffentlichen Parkplätzen, um auf Befehle zu warten, und einige Fahrzeuge kehren zum Parken, Aufladen und Reinigen zum von Uber verwalteten Betriebszentrum zurück.
Mit zunehmender Flottengröße wird der Umgang selbstfahrender Fahrzeuge mit temporären Parkplätzen, Baustellenabschnitten und Notfällen zu einem neuen Problem der Stadtverwaltung. Zuvor war ein Waymo-Wagen teilweise auf die Bahnstrecke geraten und von der Polizei abgeschleppt worden. Ein anderes Fahrzeug belegte einen Behindertenparkplatz, während es am Eingang einer Grundschule auf Fahrgäste wartete. Anwohner beschwerten sich auch darüber, dass ein Waymo am Eingang des Kirchenparkplatzes mehr als fünf Minuten lang stillstand, sodass Gottesdienstfahrzeuge nicht normal ein- und ausfahren konnten.
Strafzettel in Austin richten sich gegen das Fahrzeug, nicht gegen den Fahrer, daher ist der Betreiber dafür verantwortlich. Ein Waymo-Sprecher sagte, dass das Unternehmen keine Sonderbehandlung verlangen und jedes Ticket überprüfen werde. Wenn sie der Ansicht ist, dass die Strafe falsch ist, wird sie sie auf dem rechtlichen Weg anfechten.
Der Ticketvorfall ereignet sich zu einem Zeitpunkt, an dem Waymo und Uber ihre Partnerschaft anpassen. Waymo hat geplant, ab Januar 2028 über seine eigenen Apps in Austin und Atlanta unabhängig zu operieren. Die derzeit über die Uber-Plattform bereitgestellten Dienste werden mindestens bis Mai 2028 fortgesetzt.