Laut TorrentFreak, das sich auf das Torrent-Torrent-Protokoll konzentriert, musste OpenTrackr, ein Torrent-Tracker, der die Inhaltsneutralität wahrt, aufgrund des Erhalts einer DMCA-Benachrichtigung Tausende von Hashes auf dem Server blockieren. Die blockierten Hashes werden nicht über OpenTrackr an Benutzer übertragen.
OpenTrackr wurde 2015 eingeführt und ist derzeit einer der beliebtesten und am häufigsten verwendeten BitTorrent-Tracker. Heute koordiniert der Tracker die Übertragung von mehr als 5 Millionen Torrents und verarbeitet bis zu 500.000 Verbindungen pro Sekunde.
Selbst wenn so viele Seed-Übertragungen koordiniert werden müssen, ist der „Server“ von OpenTrackr natürlich sehr einfach, da nur eine Maschine mit AMD Ryzen 9 Pro 3900 CPU + 16 GB ausgestattet ist.
Es ist zu beachten, dass Torrent-Tracker von Freiwilligen und Amateuren betrieben werden. Eine Entschädigung gibt es nicht. Selbstverständlich speichert der Server keine Daten. Der Tracker ist lediglich dafür verantwortlich, die Übertragungen zwischen Benutzern zu koordinieren.
Aus diesem Grund haben sich Urheberrechtsagenturen auf Tracker-Anbieter konzentriert und diese aufgefordert, Torrent-Dateien mit bestimmten urheberrechtlich geschützten Inhalten zu blockieren. Da jede Torrent-Datei einen bestimmten Hash-Wert hat, können Anbieter diese Hash-Werte nur gemäß der DMCA-Mitteilung blockieren. Das bedeutet, dass Benutzer, die den Tracker verwenden, keine Daten empfangen können, wenn der Tracker einen bestimmten Hash blockiert.
Der OpenTrackr-Betreiber lsa ist stolz auf seine eigenen Erfolge, aber lsa hat auch mit DMCA-Problemen zu kämpfen, weshalb lsa jedes Jahr von OpenTrackr blockierte Hashes offenlegt.
lsa gab an, relativ wenige DMCA-Mitteilungen erhalten zu haben, wobei in den Jahren 2021 und 2022 keine DMCA-Mitteilungen eingegangen seien, im Jahr 2023 jedoch ein Anstieg zu verzeichnen sei, wobei die Anti-Piraterie-Agentur MarkScan im Namen verschiedener Rechteinhaber 2.990 problematische Hashes an OpenTrackr gemeldet habe.
Obwohl die Hashes oder Torrent-Dateien selbst keinen Verstoß darstellen, könnten Rechteinhaber argumentieren, dass OpenTrackr in der Lage sei, entsprechende Torrent-Übertragungen zu verhindern und so die Piraterie zu reduzieren.
Die LSA erläuterte nicht, welche rechtlichen Konsequenzen es hätte, wenn sie den Bericht nach Erhalt nicht bearbeitete. Für Tracker-Betreiber ist es jedoch am wichtigsten, jegliche Art von Problemen zu vermeiden, weshalb LSA dem Bericht zufolge auch diese Hashes blockieren wird. Denn wenn es wirklich von der Urheberrechtsagentur verklagt wird, wird LSA als Einzelperson offensichtlich nicht in der Lage sein, gegen die Rechtsabteilung der Urheberrechtsagentur zu kämpfen.