Laut der US-Website „Business Insider“ vom 17. zeigten Satellitenbilder des US-amerikanischen National Snow and Ice Data Center, dass die Meereisfläche in der Antarktis Mitte September einen Rekordtiefstand erreicht hatte. Das Meereis der Erde nimmt sowohl in der Arktis als auch in der Antarktis ab. In der Antarktis erreichte die Meereisausdehnung im Jahr 2023 mindestens zweimal Rekordtiefstwerte, nachdem 2017 und 2022 Rekordtiefstwerte festgestellt wurden.
Satellitendaten zeigten am 17., dass es rund um die Antarktis nur 16,892 Millionen Quadratkilometer Meereis gab, das waren 1,5 Millionen Quadratkilometer weniger als die durchschnittliche Meereisfläche im September und weit weniger als der vorherige antarktische Winterrekordtiefststand. Die verlorene Fläche ist etwa fünfmal so groß wie die britischen Inseln. Zum Vergleich: Die am selben Tag im Jahr 1986 nachgewiesene Meereisfläche betrug 17,834 Millionen Quadratkilometer.
Berichten zufolge ist die Antarktis in vielerlei Hinsicht von der globalen Erwärmung betroffen. Seit den 1950er Jahren ist die durchschnittliche Jahrestemperatur in der Antarktis um 3,2 °C gestiegen, eine Erwärmungsrate, die mehr als dreimal so hoch ist wie der globale Durchschnitt. Laut der Antarctic and Southern Ocean Alliance erwärmen sich seine Ozeane auch schneller als der Rest der Welt. In den 1980er Jahren verlor die Antarktis durchschnittlich 40 Milliarden Tonnen Eis pro Jahr. Bis 2020 wird sich diese Zahl um mehr als das Sechsfache auf 252 Milliarden Tonnen pro Jahr erhöhen.
Der Verlust von Landeis in der Antarktis hat seit den 1990er Jahren zu einem Anstieg des Meeresspiegels um 7,2 Millimeter geführt. Wissenschaftler warnen davor, dass eine instabile Antarktis tiefgreifende Auswirkungen auf das Erdklima haben und zu einem Anstieg der globalen Temperaturen mit möglicherweise verheerenden Folgen für die Menschheit führen könnte.
Der riesige Eisschild der Antarktis reguliert die Temperatur der Erde. Seine weiße Oberfläche reflektiert die Sonnenenergie zurück in die Atmosphäre und kühlt das Wasser darunter und in seiner Nähe. Experten sagen, dass sich die Antarktis ohne Eis zur Kühlung des Planeten vom „Kühlschrank“ des Planeten in einen „Heizkörper“ verwandeln könnte.