NVIDIA hat möglicherweise eine Alternative zum chinesischen Markt gefunden. Die Entwicklung der künstlichen Intelligenz in Indien hat begonnen, sich zu beschleunigen. Kürzlich hat das Unternehmen einen Großauftrag für künstliche Intelligenz vom indischen Rechenzentrumsbetreiber Yotta erhalten. Der Gesamtauftragswert wird voraussichtlich die Marke von einer Milliarde US-Dollar überschreiten.
Die KI-Welle von NVIDIA ist in letzter Zeit ins Stocken geraten, da neue US-Vorschriften es dem Unternehmen erschweren, seine KI-Produkte in entwickelten Regionen wie China zu verkaufen. NVIDIA scheint jedoch von einem aufstrebenden Akteur in der globalen Industrie, nämlich Indien, an Zugkraft gewonnen zu haben. Reuters gab bekannt, dass das indische Unternehmen für künstliche Intelligenz Yotto einen Auftrag im Wert von mehr als 500 Millionen US-Dollar bei NVIDIA platziert hat. Dies ist ein großer Meilenstein für beide Seiten. Yotto beschleunigt die Entwicklung seiner Cloud-Dienste für künstliche Intelligenz, während NVIDIA eine potenzielle neue Region zur Förderung seines Geschäfts gefunden hat.
Sunil Gupta, CEO und Mitbegründer von Yotto, gab bekannt, dass die neue Bestellung 16.000 Stück NVIDIA H100- und GH200-AIGPU umfasst, die voraussichtlich bis März 2025 ausgeliefert werden. Darüber hinaus werden die 16.000 NVIDIA H100-GPUs, die das Unternehmen zuvor bestellt hatte, ebenfalls vor Juli ausgeliefert. Damit hat der Gesamtauftragswert nach groben Schätzungen die Milliarden-Dollar-Marke überschritten und Yotto ist damit zu einem der „geschätzten“ Kunden von NVIDIA geworden. Darüber hinaus erklärte CEO Jensen Huang selbst, dass der indische Markt ein enormes Potenzial habe und prognostizierte, dass Indien einer der größten Märkte der Welt werden werde.
In jüngster Zeit haben die Bemühungen der indischen Regierung und der Unternehmen, die Entwicklung von Wissenschaft und Technologie im Land zu fördern, zugenommen, insbesondere nachdem der indische Premierminister Narendra Modi die Initiative für „Made in India“-Produkte vorgeschlagen hat. Künstliche Intelligenz ist für indische Unternehmen erneut zu einem weiteren Problemfeld geworden. Laut dem CEO von Yotto soll der indische Markt für künstliche Intelligenz bis 2030 auf die 14-Milliarden-US-Dollar-Marke wachsen und so für Konkurrenz zwischen lokalen Technologiegiganten sorgen.
Auch NVIDIA gehört dazu. Aufgrund der ungünstigen Situation und Politik in China hat NVIDIA möglicherweise eine andere Region gefunden, um seine Produkte im Bereich der künstlichen Intelligenz zu verkaufen. Da die USA ihre Beziehungen zu Indien nun normalisiert haben, könnte das Unternehmen beginnen, sich auf den indischen Markt zu konzentrieren, was bedeutet, dass das Unternehmen möglicherweise seine Präsenz in der Region vertieft.