Nach der Notierung von Spot-ETFs geriet Bitcoin in einen „kontinuierlichen Abwärtstrend“. Am Dienstag fiel er einmal unter 39.000 US-Dollar und fiel damit um mehr als 20 % gegenüber dem Höchststand Anfang des Monats. Mittlerweile liegen die Bitcoin-Preise jedoch wieder bei über 39.000 US-Dollar. Laut einem Umfragebericht der Deutschen Bank glauben viele Privatanleger jedoch auch nach einem so starken Rückgang immer noch, dass Bitcoin bis Ende dieses Jahres weiter fallen wird. In dem Bericht heißt es, dass die meisten Mittel für ETFs von Privatanlegern stammen.
Der Bericht zeigt, dass mehr als ein Drittel der Befragten glauben, dass Bitcoin bis Januar nächsten Jahres unter 20.000 US-Dollar fallen wird. Nur etwa 15 % sagten, sie erwarteten, dass Bitcoin bis zum Jahresende auf 40.000 bis 75.000 US-Dollar steigen werde.
Am 12. dieses Monats genehmigte die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) die erste Charge von Spot-Bitcoin-ETFs und trieb den Preis von Bitcoin auf 49.000 US-Dollar, den höchsten Stand seit März 2022. Seitdem ist der Preis von Bitcoin jedoch um mehr als 20 % gefallen und pendelt derzeit um etwa 39.000 US-Dollar.
Die Analysten der Deutschen Bank Marion Laboure und Cassidy Ainsworth-Grace sagten, dass der neue Spot-Bitcoin-ETF voraussichtlich die Institutionalisierung dieses digitalen Vermögenswerts erweitern wird.
Die vom 15. bis 19. Januar durchgeführte Umfrage befragte 2.000 Menschen in den Vereinigten Staaten, im Vereinigten Königreich und in der Eurozone zu ihrer Meinung zum Bitcoin-Preis und zur Volatilität.
Andererseits sind die meisten Wall-Street-Profis hinsichtlich der größten Kryptowährung der Welt nicht optimistisch. Beispielsweise wiederholte Jamie Dimon, der CEO von JPMorgan Chase, der weithin als „Big Brother an der Wall Street“ gilt, kürzlich seine Kritik an Bitcoin und sagte, der Besitz der Kryptowährung sei wie der Besitz eines „Haustiersteins“.
Dimon sagte, er glaube, dass es zwei Arten von Kryptowährungen gäbe: solche, die tatsächlich „etwas bewirken“ und als Wertaufbewahrungsmittel gehandelt werden könnten, und solche, die nichts bewirken. Dimon sagte, Bitcoin falle in die zweite Kategorie.
David Rosenberg, ein führender US-Ökonom und Präsident von Rosenberg Research, warnte davor, dass Bitcoin und andere Kryptowährungen sehr volatil und schwer zu bewerten seien und dass der Kauf dieser Währungen eher einem Glücksspiel als einer Investition gleichkäme.
Er bemerkte: „Der Kauf von Bitcoin ist wie der Kauf eines Lottoscheins.“