Zusammenfassung:
Microsoft hat kürzlich ein bekanntes Systemproblem bestätigt, das die Windows-Plattform betrifft: Wenn Benutzer nach der Installation eines bestimmten Sicherheitsupdates Microsoft Office-Komponenten wie Word, Excel oder PowerPoint über einige Anwendungen von Drittanbietern starten oder zugehörige Dokumente aufrufen, kann es sein, dass die Anwendung ohne Fehlermeldung abstürzt, einfriert oder überhaupt nicht geöffnet werden kann.

Laut der technischen Support-Ankündigung und den Anweisungen zur Problemverfolgung von Microsoft hängt die Hauptursache des Fehlers mit dem anwendungsübergreifenden Dateninteraktionsmechanismus zusammen, der auf der OLE-Automatisierung oder der COM-Schnittstelle am unteren Ende des Systems basiert. Wenn externe professionelle Software versucht, den Office-Kernprozess zur Dokumentenautomatisierung, Hintergrundwiedergabe oder Datenübertragung aufzurufen, kann der Prozess möglicherweise keinen normalen Handshake herstellen, was dazu führt, dass die Office-Anwendung nicht mehr reagiert und unerwartet beendet wird.
Die von diesem Problem betroffenen externen Programme umfassen gängige Tools in mehreren Branchen, darunter die akademische Dokumentenmanagementsoftware Zotero, die Finanz- und Steuerprüfungstools CCH Engagement und Workpaper Manager sowie die medizinische und zahnmedizinische Managementsoftware Dentrix und Softdent. Im Workflow dieser Software müssen Benutzer häufig mit einem Klick exportieren oder Word-Dokumente und -Tabellen im Hintergrund aufrufen. Aufgrund dieses Fehlers wurde der automatisierte Prozess jedoch erheblich unterbrochen.
Microsoft gab an, das Kompatibilitätsproblem weiterhin zu untersuchen und eine Lösung voranzutreiben. Bevor der offizielle Fix-Patch vollständig gepusht oder bereitgestellt wird, empfehlen die Beamten betroffenen Benutzern, bei denen dieses Problem auftritt, vorübergehend das direkte Aufrufen von Dokumenten über Programme von Drittanbietern zu vermeiden und stattdessen eine manuelle Alternative zu wählen, d. h. zunächst unabhängig voneinander Office-Anwendungen wie Word zu starten und dann das entsprechende Dokument manuell über das integrierte Dateimenü der Software zu suchen und zu öffnen. Für betroffene IT-Verwaltungsabteilungen in Unternehmen hat Microsoft einen Enterprise-Supportkanal eröffnet, um schrittweise Anleitungen zur Schadensbegrenzung bereitzustellen. Nachfolgende kumulative Updates mit vollständigen Korrekturen werden über den regulären Windows-Updatekanal an alle betroffenen Systeme verteilt.
Kommentare