Zusammenfassung:
Nvidia hat bestätigt, dass seine umstrittene DLSS 5-Grafiktechnologie in Zukunft offiziell Grafikkarten der RTX 40-Serie unterstützen wird. Allerdings betrachtet das Unternehmen weiterhin die RTX-50-Serie als primäres Optimierungsziel und hat nicht versprochen, dass auch die RTX-20- und RTX-30-Serien offiziellen Support erhalten. Gleichzeitig gab Nvidia an, dass normale Spieler DLSS 5 nur über den Schalter aktivieren oder deaktivieren können und Entwickler detailliertere Bildschirmsteuerungsrechte haben.

DLSS 5 sollte ursprünglich am Abend des 3. September offiziell veröffentlicht werden. Das erste unterstützte Spiel ist „NBA 2K27“. Zunächst wird es nur für Grafikkarten der RTX 50-Serie verfügbar sein. NVIDIA hat zuvor betont, dass Entwickler die vollständige Kontrolle über ihre eigene künstlerische Schaffensrichtung haben. Allerdings haben private Modifikatoren vor der offiziellen Veröffentlichung die geleakte Version auf fast alle Grafikkarten portiert und diverse Parameter auf höchstem Niveau angepasst. Nvidia hat nun seinen ursprünglichen Plan angepasst und bestätigt, dass auch die RTX-40-Serie offiziellen Support erhalten wird.
Nvidia-Sprecher Rajal Maharaj sagte gegenüber The Verge, dass der aktuelle Fokus des Unternehmens weiterhin auf der Optimierung der RTX 50-Serie liegt und Modellaktualisierungen später im Herbst erwartet werden. Nachdem die Leistung der RTX 50-Serie umfassender angepasst wurde, wird NVIDIA damit beginnen, den offiziellen Support für die RTX 40-Serie auszuweiten.
Für die früheren Serien RTX 20 und RTX 30 hat sich NVIDIA noch nicht zur Bereitstellung offiziellen Supports verpflichtet. Maharaj sagte, dass der aktuelle Fokus des Unternehmens natürlich auf der RTX 50-Serie liegt und dass es die RTX 40-Serie nicht in Betracht ziehen wird, bis diese Serie den Idealzustand erreicht hat. Zuvor hatten private Modifikatoren DLSS 5 erfolgreich auf Grafikkarten der RTX 20- und RTX 30-Serie zum Laufen gebracht, aber der tatsächliche Effekt war nicht ideal, mit Problemen wie niedrigen Bildraten und häufigen Abstürzen.
Während die technischen Details von DLSS 5 nach und nach bekannt gegeben werden, rückt die Frage in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, ob Spieler verschiedene Parameter wie Modifikatoren frei anpassen können. Die Antwort von Nvidia lautet nein. Das Unternehmen bestätigte, dass DLSS 5 auf Spielerseite ein einfaches Switch-Design übernehmen wird, während eine detailliertere künstlerische Steuerung den Entwicklern überlassen bleibt.
Entwickler können Modelle auswählen, Strukturintensität und Tonintensität anpassen sowie automatische Maskierung und benutzerdefinierte Pixel-für-Pixel-Maskierung verwenden. Diese Funktionen ermöglichen es Entwicklern, unterschiedliche Grade der KI-Verarbeitung auf verschiedene Bildschirmelemente anzuwenden, anstatt den Spielern die direkte Änderung zugrunde liegender Parameter zu überlassen.
Nvidia sagte jedoch auch, dass Entwickler wie bei anderen Grafiktechnologien einige Steuerungsoptionen in das spieleigene Einstellungsmenü einfügen können. Auch die frühe DLSS-Superauflösung verfügte nur über Ein-/Aus-Optionen, doch mittlerweile ermöglichen viele Spiele den Spielern, verschiedene Bildqualitätsstufen zu wählen oder sogar das Rendering-Auflösungsverhältnis direkt anzupassen. Ob DLSS 5 in Zukunft mehr anpassbare Optionen bieten wird, hängt daher immer noch von der konkreten Implementierung des Entwicklers ab.
Ein Hauptmerkmal von DLSS 5 besteht darin, dass Entwickler dem System nicht manuell mitteilen müssen, ob es sich bei jedem Objekt in der Szene um Geschirr oder Möbel handelt. Das KI-Modell kann verschiedene Objekte in der Szene, wie zum Beispiel Gesichter, Textilien und Vegetation, automatisch identifizieren und trennen und dann unterschiedliche Grade der KI-Verarbeitung auf diese Elemente anwenden.
Für Szenen, die eine präzisere Steuerung erfordern, können Entwickler auch semantische KI-Masken verwenden, damit das System Szenenobjekte automatisch identifizieren kann; Masken auf Game-Engine-Ebene können auch verwendet werden, um es Künstlern zu ermöglichen, Objekte wie Glaswaren, Wassertropfen oder Vegetation individuell zu spezifizieren und benutzerdefinierte neuronale Beleuchtungsanpassungen auf diese Elemente anzuwenden.
NVIDIA hat native Plug-Ins für Unreal Engine 5 sowie entsprechende Software-Entwicklungskits bereitgestellt. Entwickler können DLSS 5 auf das gesamte Spiel anwenden oder es je nach Szenen, Zwischensequenzen oder bestimmten Teilen des Spiels unterschiedlich anwenden. Nvidia sagte außerdem, dass das DLSS 5-Modell bei jedem Frame ausgeführt wird, sodass keine Mindestrahmenrate erforderlich ist.
Die Kontroverse um DLSS 5 hat jedoch auch die Außenwelt dazu veranlasst, darauf zu achten, ob Spiele, die ursprünglich zur Unterstützung dieser Technologie angekündigt wurden, weiterhin relevante Pläne beibehalten. Das Unternehmen reagiert darauf, dass nach und nach weitere Spiele auf den Markt kommen und viele Entwickler auch aktiv DLSS 5 integrieren. Nachdem die Partner die Integration abgeschlossen haben, wird Nvidia kommende Spielaktualisierungen bekannt geben. Diese Aussage bedeutet, dass die Frage, ob einige Spiele, die ursprünglich versprochen hatten, diese Technologie zu unterstützen, in Zukunft weiterhin DLSS 5 beitreten werden, möglicherweise auf eine weitere Bestätigung warten muss.
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