Der Kleinhubschrauber „Ingenuity“ hat heute seinen letzten Flug absolviert, nachdem er fast drei Jahre lang auf dem Mars geflogen war. Die Nationale Luft- und Raumfahrtbehörde (NASA) gab bekannt, dass der Hubschrauber während seiner letzten Mission Schäden an mindestens einem seiner Kohlefaserrotoren erlitt und leider dauerhaft am Boden blieb.
Ingenuity als „hervorragend“ zu bezeichnen, ist etwas untertrieben: Der Hubschrauber wurde ursprünglich als Technologiedemonstrationsmission gestartet, und die Ingenieure hoffen, dass das Fahrzeug bis zu fünf Flüge absolvieren kann. Wie NASA-Administrator Bill Nelson heute in einer Erklärung erklärte, steht Ingenuity vor einer sehr, sehr dünnen Marsatmosphäre mit einer Dichte von weniger als 1 % der Erdatmosphäre.
Der Mars ist für seine verrückten Staubstürme und extrem niedrigen Temperaturen bekannt und seine dünne Atmosphäre kann ihn kaum vor Strahlung schützen. Doch trotz dieser Herausforderungen absolvierte Ingenuity letztendlich 72 Flüge mit einer Gesamtstrecke von 11 Meilen und einem maximalen Steigflug von 79 Fuß.
Am 19. April 2021 erhob sich erstmals ein autonomer Hubschrauber in die Lüfte. Als es auf dem Roten Planeten ankam, wurde es am Boden des Rovers „Perseverance“ befestigt, der noch auf der Marsoberfläche aktiv war. Ingenuity fungierte als Scout für den Rover, inspizierte den Tatort und sammelte wichtige Fotos und Videos.
„Wie die Gebrüder Wright ebnet Ingenuity den Weg für zukünftige Flüge im Sonnensystem und weist den Weg für intelligentere, sicherere Missionen zum Mars und darüber hinaus“, sagte Nelson.
Die Behörde untersucht noch immer die Möglichkeit, dass die beschädigte Klinge den Boden berührt hat. Erst letzte Woche kam es bei der NASA zu einem zweitägigen Kommunikationsausfall, nachdem der kleine Hubschrauber seinen letzten Flug absolviert hatte.