Kurz nach den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 hat die Zahl der Entlassungen in der globalen Technologiebranche die 100.000-Marke überschritten, und gemessen an den Trends im vergangenen Monat zeigt dieser Trend keine Anzeichen eines Abklingens. Basierend auf zahlreichen öffentlichen Informationen und Statistiken Dritter ist künstliche Intelligenz nicht der einzige Grund, aber sie entwickelt sich zu einem der Hauptfaktoren für diese Entlassungsrunde. Meta, das seine vielbeachtete „Transformation in ein AI-first-Unternehmen“ ankündigte, wurde zu einem typischen Fall, der im Mai den größten Schaden auf dem Technologie-Arbeitsmarkt erlitt.

Laut der Zusammenfassung der Personaldatenplattform TrueUp wird die Zahl der Entlassungen in der Technologiebranche im Jahr 2026 mit Ausnahme des Aprils jeden Monat die 20.000-Marke überschreiten, und der Mai wird voraussichtlich einer der schwerwiegendsten Entlassungsmonate im vergangenen Jahr werden. Im Rahmen dieser Welle konzentrierter Anpassungen kündigte Meta an, etwa 8.000 Mitarbeiter zu entlassen, um die enormen Investitionen in Rechenzentren für künstliche Intelligenz und zugehörige Hardware teilweise auszugleichen. Außerdem war geplant, rund 7.000 Mitarbeiter in KI-bezogene Positionen zu versetzen. Diese Aktionsrunde gilt als Inbegriff für die „Mobilisierung von Arbeitskräften, um der KI Platz zu machen“ in der aktuellen Technologiebranche.
Meta senkt die Arbeitskosten erheblich, um im Jahr 2026 Platz für mehr als 100 Milliarden US-Dollar an KI-Infrastruktur- und Rechenzentrumsausgaben zu schaffen. Gleichzeitig wurde auch bekannt, dass das Unternehmen sein eigenes KI-System durch die Überwachung der Workstation-Nutzung der Mitarbeiter trainiert hat, eine Praxis, die einige interne Mitarbeiter als „äußerst demoralisierend“ bezeichneten. Von außen betrachtet nutzt Meta nicht nur Entlassungen, um direkt Kosten zu senken, sondern nutzt auch ausgefeiltere Überwachungsdaten, um sein KI-Produkt- und Service-Layout zu stärken.
Die Grafik von TrueUp zeigt auch, dass der Zahlungsdienstleister PayPal ebenfalls für einen großen Teil der gesamten Entlassungen verantwortlich ist, der konkrete Zeitpunkt ist jedoch noch unklar. Quellen berichteten dem Wall Street Journal, dass PayPal plant, in den nächsten zwei bis drei Jahren etwa 20 % seiner Mitarbeiter zu entlassen, und dass die Gesamtzahl der Mitarbeiter bei etwa 4.760 liegen könnte. Seine Logik ähnelt der von Meta, die durch eine Straffung des Teams auch Technologie-Upgrades und Effizienzoptimierung ermöglichen soll.

Der Netzwerkausrüster Cisco kündigte in seiner jüngsten Anpassung rund 4.000 Entlassungen an. CEO Chuck Robbins versuchte in seiner externen Stellungnahme die negative Bedeutung dieser Zahl herunterzuspielen und betonte, dass das Unternehmen die Investitionen in die KI-Infrastruktur erhöht, um in der neuen Runde des „KI-Wettbewerbs“ nicht ins Hintertreffen zu geraten. Seiner Ansicht nach ist die Anpassung der Personalstruktur jetzt im Vergleich zum passiven Abwarten und Zuschauen ein „notwendiger Preis“ für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit.
Das Finanz- und Steuersoftwareunternehmen Intuit kündigte außerdem kürzlich an, etwa 3.000 Mitarbeiter zu entlassen, was 17 % seiner weltweiten Belegschaft entspricht. Die offizielle Erklärung lautete: „Die Organisation im Einklang mit der Transformation des Unternehmens in Richtung KI zu optimieren.“ Interessanterweise betonte das Unternehmen bewusst, dass die Entlassungen „nicht auf KI zurückzuführen“ seien, doch die Informationen, die es an die Außenwelt weitergab, unterstrichen weiterhin sein Ziel, seine Produkt- und Servicelinien mithilfe künstlicher Intelligenz neu zu gestalten. Es wird berichtet, dass die betroffenen Mitarbeiter etwa 16 Wochen lang eine Abfindung und andere entsprechende Leistungen erhalten.
Obwohl KI in dieser Entlassungsrunde eine hohe Präsenz hat, weisen Brancheninsider darauf hin, dass die „überhitzte“ Beschäftigungsstruktur nach der massiven Rekrutierungsausweitung von Technologieunternehmen in den letzten Jahren auch einer der wichtigen Anreize für die aktuellen Entlassungen ist. Einige Analysten glauben, dass zu optimistische Geschäftserwartungen in Verbindung mit Veränderungen im makroökonomischen Umfeld viele Unternehmen zu „Verkleinerungen“ gezwungen haben, um die finanzielle Gesundheit und die betriebliche Effizienz wiederherzustellen. Darüber hinaus verwandeln sich in Teilbereichen wie der Spieleentwicklung auch Projektausfälle und Einkommensdruck in neuen Entlassungsdruck.
In der Spielebranche kündigte das französische Studio Quantic Dream kürzlich an, dass es aufgrund des Scheiterns des Multiplayer-Online-Kampfspielprojekts „Spellcaster Chronicles“ etwa 95 Mitarbeiter entlassen wird. Der Spieleserver wird voraussichtlich am 19. Juni abgeschaltet. Andererseits wurde bekannt, dass Bungie, das einst die „Destiny“-Reihe entwickelt hat, sich darauf vorbereitet, nach dem Ende der Entwicklung von „Destiny 2“ eine neue Runde groß angelegter Entlassungen einzuleiten. Das Update vom 9. Juni wird das letzte große Inhaltsupdate für das Spiel sein. Derzeit ist „Destiny 3“ noch nicht genehmigt.
Insgesamt prognostiziert TrueUp, dass die Gesamtzahl der Entlassungen in der Technologiebranche im Jahr 2026 die Marke von 370.000 Menschen erreichen könnte, deutlich mehr als in den beiden Jahren zuvor. Als Referenz: Die Gesamtzahl der Entlassungen in der Technologiebranche wird im Jahr 2023 etwa 430.000 betragen, was bedeutet, dass 2026, wenn der aktuelle Trend anhält, zu einem der volatilsten Jahre auf dem Technologiearbeitsmarkt der letzten Jahre werden könnte. Branchenbeobachter warnen: Da immer mehr Unternehmen ihre Budgets auf KI ausrichten, könnten die Verdichtung traditioneller Positionen, die Umstrukturierung von Jobstrukturen und sogar die Neugestaltung von Karrierewegen zu einer neuen Normalität werden, mit der sich Technologiepraktiker in den nächsten Jahren auseinandersetzen müssen.