„Im Internet weiß niemand, dass du ein Hund bist“ ist ein Sprichwort und Internet-Schlagwort. Dieses beliebte Zitat wurde erstmals am 5. Juli 1993 im New Yorker veröffentlicht. Es ist allgemein dafür anerkannt, dass es die Essenz der Anonymität des Internets und die Befreiung von populären Vorurteilen, die es bietet, einfängt. Am 6. Oktober 2023 wurde das der Publikation beigefügte Originalgemälde für 175.000 US-Dollar versteigert.

Das Gemälde war ursprünglich der Titel eines Comicstrips von Peter Steiner, der Steiner seitdem allein durch die Nachdruckrechte mehr als 250.000 US-Dollar eingebracht hat.

Während Heritage Auctions schätzt, dass der Comic zwischen 40.000 und 60.000 US-Dollar einbringen wird, liegt der Auktionsrekord für ein einzelnes Comic-Kunstwerk bei 3,84 Millionen US-Dollar, die für Heggs „Tim und Struppi“-Illustration im Jahr 2021 verkauft wurden, und Steiners Illustration hat wohl eine größere Bedeutung. Das Endergebnis stellte den Rekord von „Tim und Struppi“ nicht in Frage, erzielte aber den höchsten Preis für einen einzelnen Comic.

Laut Bob Mankoff, dem damaligen Cartoon-Redakteur des New Yorker: „Der Cartoon fand großen Anklang bei uns, und wir hatten Angst vor der oberflächlichen Vortäuschung, die jemand machen könnte, der auch nur ein wenig mit HTML vertraut ist.“

Angesichts der Entstehungszeit des Cartoons und der Verwendung des Wortes „Internet“ im Jahr 1993 glauben viele, dass dieser Cartoon der Ausgangspunkt dafür war, dass der Begriff „Internet“ in das öffentliche Bewusstsein gelangte, obwohl die Menschen immer noch AOL- und DFÜ-Modems verwendeten und stundenlang darauf warteten, dass ein einzelnes Bild übertragen und heruntergeladen wurde. Schon damals war das Internet für manche noch unerreichbar; Tatsächlich fragte Bryant Gumbel nur ein Jahr nach der Veröffentlichung des Comics seine Kollegen aus der Today-Show immer noch: „Was ist das Internet?“

Bill Gates war der erste, der diesen Cartoon in seinem 1995 veröffentlichten Buch „The Road Ahead“ nachdruckte und dafür eine Nachdruckgebühr von 200 US-Dollar zahlte. Am 29. Februar 2012 ließ sich die damalige Facebook-Chefin Sheryl Sandberg diesen Cartoon hinter sich projizieren, als sie Werbemöglichkeiten für Vermarkter im sozialen Netzwerk ankündigte. Dies ist der erste Schritt im Rahmen eines Börsengangs der Aktien des Unternehmens.