Google begann erstmals im Jahr 2018 mit der Vorbereitung von Installationspaketen für Android AppBundle (AAB). Bis 2021 ist dieses Format zum Standardformat geworden. Wenn Entwickler Bewerbungen einreichen, müssen sie diese im AAB-Format erstellen, um die Verteilung im Google Play App Store zu erleichtern.

Der Vorteil des AAB-Formats besteht darin, dass Dateien, die für verschiedene Bildschirmgrößen, Sprachen, CPU-Architekturen und Android-Versionen geeignet sind, verstreut sind. Google Play lädt nicht das komplette Installationspaket herunter, sondern nur das an das Gerät angepasste Paket. Dadurch kann die Größe des Installationspakets erheblich reduziert, Netzwerkverkehr eingespart und auch Platz auf dem Android-Telefon gespart werden.

Um Benutzern jedoch das Teilen von APK-Dateien zu erleichtern, kann Google Play auch APK-Installationspakete in voller Größe aus AAB-Dateien erstellen (dies wird als fatAPK oder fat APK bezeichnet), sodass Benutzer APK-Dateien exportieren und freigeben können, damit andere Benutzer sie seitlich laden und installieren können.

APKMirrors, eine bekannte Website, die APK-Installationsdateien bereitstellt, gab kürzlich bekannt (Github), dass Google plötzlich ganz aufgehört hat, fatAPKs für Anwendungen zu generieren. Jetzt bietet Google nur noch gebündelte Versionen an, sodass Benutzer APK-Dateien direkt zur Installation herunterladen können.

Natürlich kann das AAB-Format nicht nur über Google Play installiert werden. Es gibt auch Tools und ADB-Befehle von Drittanbietern, die zum Bereitstellen und Installieren von Anwendungen im AAB-Format verwendet werden können. Dadurch erhöhen sich jedoch die Bedienschritte für Nutzer, was weitaus weniger komfortabel ist, als die APK-Datei direkt herunterzuladen, zu öffnen und zu installieren.

Das Android-System selbst hat keine Anpassungen vorgenommen. Es ist unklar, warum Google plötzlich aufgehört hat, fette APKs bereitzustellen. Zumindest in diesem Fall geht Google tatsächlich hart gegen die Übernahme von Anwendungen bei Google Play vor und zwingt Benutzer, Anwendungen über Google Play herunterzuladen und zu installieren.

Natürlich wäre es eine Lösung, wenn Entwickler neben der Verbreitung von Anwendungen auf Google Play auch APK-Installationspakete direkt über ihre eigenen Websites veröffentlichen würden. Schließlich gibt es tatsächlich Nutzer, die Google Play nicht nutzen können, und für diese Nutzer ist die direkte APK-Installation problemloser.