Derzeit gehen Astronomen im Allgemeinen davon aus, dass auf Planeten außerirdisches Leben auftreten sollte. Schließlich ist die Erde der einzige bekannte Planet, auf dem es Leben gibt. Die Erde verfügt über eine stabile Schwerkraft und eine Atmosphäre, die für flüssiges Wasser geeignete Temperaturen aufrechterhält, ist reich an Grundelementen wie Kohlenstoff und Sauerstoff und verfügt über reichlich Sonnenlicht zur Energiegewinnung. Daher konzentrieren sich Wissenschaftler bei der Suche nach außerirdischem Leben normalerweise auf Planeten.Ein aktuelles Forschungsteam schlug jedoch vor, dass es immer noch möglich ist, eine Umgebung zu schaffen, die das Leben unterstützt, ohne dass eine planetarische Umgebung erforderlich ist. Tatsächlich ist dies nicht ganz unmöglich, da sich beispielsweise gezeigt hat, dass Bärtierchen im Vakuum des Weltraums überleben.
Jede Gemeinschaft von Organismen, die allein im Weltraum überleben, müsste mehrere Herausforderungen bewältigen. Zunächst müssen sie einen Film oder eine Hülle bilden, um den Innendruck aufrechtzuerhalten. Der erforderliche Druck entspricht dem Druck von Wasser in einer Tiefe von etwa 10 Metern, mit dem viele Organismen problemlos umgehen können. Zweitens müssen Biome die richtige Temperatur aufrechterhalten, um flüssiges Wasser zu erhalten. Die Erde tut dies durch den Treibhauseffekt der Atmosphäre, aber schwebende Weltraumbiome können bestimmte Organismen (z. B. Sahara-Silberameisen) nachahmen, um das von ihnen absorbierte Licht anzupassen, um die Temperatur aufrechtzuerhalten, daher muss die äußere Membran diese Funktion haben.
Darüber hinaus müssen Biome den Verlust von Lichtelementen vermeiden. Planeten können sich auf ihre eigene Schwerkraft verlassen, um Elemente festzuhalten, aber das stellt eine größere Herausforderung für Weltraumbiome dar. Selbst im besten Fall können solche Gemeinschaften im Laufe von Zehntausenden von Jahren leichte Elemente verlieren, daher müssen Methoden gefunden werden, um sie wieder aufzufüllen. Schließlich muss sich das Biom innerhalb der bewohnbaren Zone des Sterns befinden, um genügend Sonnenlicht zur Energiegewinnung zu erhalten. Ressourcen wie Kohlenstoff und Sauerstoff benötigen eine Erstversorgungsquelle, beispielsweise Asteroiden, und werden durch ein endloses Kreislaufsystem aufrechterhalten.
Basierend auf der oben genannten Hypothese baute das Forschungsteam mithilfe von Computersimulationen eine biologische Gemeinschaft auf, die frei im Weltraum schweben und selbstständig überleben kann. Die Gemeinschaft hat einen Durchmesser von etwa 100 Metern und ist von einer dünnen und harten transparenten Hülle bedeckt, die den Druck und die Temperatur des flüssigen Wassers im Inneren stabil aufrechterhalten und einen Treibhauseffekt erzeugen kann. Obwohl noch nicht bekannt ist, ob diese Art von Leben existiert, liefert diese Forschung wichtige Referenzinformationen für die Menschheit, um in Zukunft Weltraumkolonien zu errichten. Vielleicht können Wissenschaftler biotechnologische Materialien nutzen, um sich selbst tragende Ökosysteme aufzubauen, die es den Menschen ermöglichen, lange Zeit im Weltraum zu überleben. (Herausgeber/Cai Chengying)
Quelle:Lebenswissenschaften